21 March 2026, 20:32

Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Detailierte alte Karte von Potsdam, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text oben und unten auf dem Papier.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Der "Tag von Potsdam" am 21. März 1933 zählt zu den prägendsten Momenten der deutschen Geschichte. Er markierte den symbolischen Übergang von der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur und gilt heute weithin als Geburtsstunde des Dritten Reichs.

An diesem Tag trafen sich Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg in der Potsdamer Garnisonkirche. Ihr Händedruck wurde zu einem ikonischen Bild – ein Symbol für den Machtwechsel hin zur NS-Herrschaft. Die Zeremonie war sorgfältig inszeniert, um Einigkeit zwischen der alten konservativen Elite und der aufstrebenden nationalsozialistischen Bewegung zu demonstrieren.

Die ursprüngliche Garnisonkirche wurde 1945 bei einem Luftangriff zerstört. 1968 sprengten die kommunistischen Machthaber der DDR schließlich auch ihre Ruinen. Seit 2004 ist der Kirchturm als Mahnmal und Zeichen des kulturellen Erbes wiederaufgebaut. Heute beherbergt er Ausstellungen, die sich mit der vielschichtigen Geschichte des Ortes auseinandersetzen – darunter auch mit den Ereignissen von 1933.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zum 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam" fand am historischen Ort eine Gedenkveranstaltung statt. Dabei wurde der Opfer des NS-Regimes gedacht und die anhaltende Bedeutung des Ortes betont.

Der wiedererrichtete Turm dient heute sowohl als historisches Wahrzeichen als auch als Raum der Besinnung. Seine Ausstellungen sorgen dafür, dass die Ereignisse von 1933 – und ihre Folgen – nicht in Vergessenheit geraten. Der Ort bleibt ein Teil der fortwährenden Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner Vergangenheit.

Quelle