21 March 2026, 14:33

Drogenskandal 2022: Warum blieb der korrupte Staatsanwalt Yashar G. so lange unentdeckt?

Schwarzes und weißes Bild eines Mannes im Anzug und mit Krawatte mit Text und einem Design auf dem Papier, einschließlich des Anklagetextes, der John Porteous und Duncan Forbes nennt.

Drogenskandal 2022: Warum blieb der korrupte Staatsanwalt Yashar G. so lange unentdeckt?

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll die politischen Folgen eines großen Drogenskandals aufarbeiten, der 2022 aufgedeckt wurde. Im Mittelpunkt des Falls steht der Staatsanwalt Yashar G., der vertrauliche Informationen an Kriminelle weitergab und ihnen so ermöglichte, der Justiz zu entgehen. Nun stellt sich die Frage, ob Behörden frühere Warnsignale ignorierten und ob versucht wurde, das Ausmaß des Skandals herunterzuspielen.

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Der Skandal kam erstmals nach einer Großrazzia im März 2022 ans Licht. Die Polizei stieß auf Drogenhändler, die bestens vorbereitet waren: Belastendes Material war versteckt, und die Anführer hatten sich bereits ins Ausland abgesetzt. Später deckten die Ermittler auf, dass Yashar G., ein an den Ermittlungen beteiligter Staatsanwalt, die Dealer wiederholt gewarnt hatte. Durch sein Handeln blieb das kriminelle Netzwerk trotz laufender Untersuchungen funktionsfähig.

Der Prozess konzentrierte sich allein auf die Schuld von Yashar G. und eines weiteren Angeklagten – nicht auf die weiteren politischen Konsequenzen. Das Gericht stellte fest, dass Yashar G. kaum Reue zeigte, selbst nach einem Schlussplädoyer, in dem er Bedauern äußerte. Seine Motive bleiben unklar, und etwaige Schmiergeldzahlungen, die er erhalten haben soll, wurden nie sichergestellt.

Ab April wird ein parlamentarischer Ausschuss untersuchen, wie der Informant so lange unentdeckt bleiben konnte. Zentrale Fragen sind, warum er trotz erster Warnungen nicht von den Ermittlungen ausgeschlossen wurde und ob Vorgesetzte oder politische Verantwortungsträger versagten. Zudem soll geklärt werden, ob es Versuche gab, den vollen Umfang des Skandals zu vertuschen.

Aufgrund seiner Verurteilung darf Yashar G. jahrelang keinen juristischen Beruf mehr ausüben.

Ziel der Untersuchungen ist es, aufzuzeigen, wie systemische Versäumnisse die undichte Stelle begünstigten. Während Yashar G. mit langfristigen beruflichen Konsequenzen rechnen muss, soll geklärt werden, ob politische Einflüsse eine Rolle spielten. Die Ergebnisse könnten zu weiterer Rechenschaftspflicht für die Verantwortlichen in der Aufsicht führen.

Quelle