Deutschland plant Teilprivatisierung von Sefe bis 2028 für bis zu 2 Milliarden Euro
Aurelia AumannDeutschland plant Teilprivatisierung von Sefe bis 2028 für bis zu 2 Milliarden Euro
Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania. Die Bundesregierung strebt an, ihren Anteil bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent zu reduzieren und dabei bis zu 2 Milliarden Euro zu erlösen. Unterdessen bleiben die Energiespannungen in Osteuropa bestehen, da Gazprom Moldau mit der Einstellung der Gaslieferungen wegen ausstehender Schulden droht.
In Serbien hat die USA eine vorübergehende Ausnahme von den Sanktionen für die russisch kontrollierte Ölgesellschaft Naftna Industrija Srbije (NIS) verlängert.
Die deutsche Regierung hatte 2022 die Kontrolle über Sefe übernommen, nachdem das Mutterunternehmen Gazprom die Tochtergesellschaft im Zuge der Sanktionen aufgegeben hatte. Nun plant Berlin, den Großteil seiner Anteile durch eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,5 bis 2 Milliarden Euro zu veräußern. Sefe, das für Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung zuständig ist, beabsichtigt, seine Geschäfte zusammenzuhalten, statt sie für separate Verkäufe aufzuspalten.
Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur. Ein solcher Schritt würde zwei zentrale Akteure auf dem heimischen Energiemarkt zusammenführen.
Unterdessen hat Gazprom Moldau gewarnt, die Gaslieferungen zum 1. Januar einzustellen, falls die ausstehenden Zahlungen nicht beglichen werden. Als Reaktion erwägt Moldau die Verstaatlichung seines Gasversorgers Moldovagaz, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
In Serbien hat das US-Finanzministerium eine letzte einmonatige Sanktionenausnahme für NIS bewilligt, an der mehrheitlich russische Unternehmen beteiligt sind. Die Verlängerung folgt auf eine zuvor gesetzte 45-Tage-Frist für Gazprom Neft, um sich von seinen Anteilen an dem Unternehmen zu trennen.
Die Privatisierung von Sefe durch Deutschland markiert einen Schritt zur Verringerung der staatlichen Beteiligung im Energiesektor. Der Verkauf könnte den deutschen Gasmarkt neu ordnen – insbesondere, wenn eine Fusion mit Uniper zustande kommt. In Moldau spiegeln die Drohung mit Lieferkürzungen und die mögliche Verstaatlichung die anhaltenden Konflikte mit Gazprom wider, während Serbiens NIS vorerst von den US-Sanktionen verschont bleibt.






