Deutsche Industrieaufträge im April 2026: Wachstum und Rückgänge im Branchenvergleich
Theo SchlosserDeutsche Industrieaufträge im April 2026: Wachstum und Rückgänge im Branchenvergleich
Industrieaufträge in Deutschland zeigen im April 2026 gemischte Trends
Im April 2026 präsentierte sich die Entwicklung der deutschen Industrieaufträge uneinheitlich: Einige Branchen verzeichneten kräftiges Wachstum, während andere deutliche Rückgänge hinnehmen mussten. Insgesamt sank die Nachfrage im Vergleich zum Vormonat um 11 Prozent.
Besonders betroffen waren die Bestellungen von Vorleistungsgütern, die um 11 Prozent zurückgingen. Die Aufträge für Investitionsgüter büßten 12 Prozent ein, und die Nachfrage nach Verbrauchsgütern lag 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Auch bei der Herkunft der Aufträge gab es Rückgänge: Inlandsbestellungen sanken um 7 Prozent, Auslandsaufträge sogar um 15 Prozent – ein Faktor, der maßgeblich zum gesamten monatlichen Rückgang beitrug.
Doch nicht alle Branchen litten unter der schwachen Konjunktur: Die chemische Industrie verzeichnete mit einem Plus von 23 Prozent das stärkste Wachstum. Die Sparten Metallerzeugnisse sowie sonstiger Fahrzeugbau legten jeweils um 18 Prozent zu, während die Automobilbranche (inklusive Fahrzeuge und Teile) ein Wachstum von 8 Prozent verbuchte.
In Niedersachsen stieg die Nachfrage nach Industriegütern im Vergleich zu April 2025 um 11 Prozent. Preisbereinigt lagen die Gesamtaufträge deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Während die Inlandsnachfrage um 6 Prozent zunahm, kletterte die Auslandsnachfrage sogar um 16 Prozent.
Die Daten spiegeln gegenläufige Entwicklungen in den verschiedenen Sektoren wider: Während einige Branchen mit sinkenden Aufträgen zu kämpfen hatten, zeigten andere eine robuste Dynamik. Der insgesamt rückläufige Trend unterstreicht die anhaltende Volatilität in der industriellen Aktivität.






