Cuxport verschifft zwei Millionen BMWs trotz Brexit-Herausforderungen
Greta JockelCuxport verschifft zwei Millionen BMWs trotz Brexit-Herausforderungen
Cuxport, ein zentraler Knotenpunkt für den Automoilexport, hat soeben den zwei millionsten BMW in das Vereinigte Königreich verschifft. Der Hafen, ein Joint Venture zwischen der Rhenus Group und den HHLA Container Terminals, bereitet sich nun auf weiteres Wachstum vor – trotz der durch den Brexit bedingten Herausforderungen. Geplant ist eine Verdopplung der aktuellen Kapazität sowie die Erschließung neuer globaler Märkte.
Das Terminal in Cuxhaven abgewickelt seit 15 Jahren BMW-Transporte in das Vereinigte Königreich. Allein im Jahr 2018 wurden rund 200.000 Fahrzeuge exportiert und 80.000 importiert. Die Reederei DFDS bietet bis zu sechs wöchentliche Fahrten nach Immingham an, während UECC zwei Verbindungen nach Southampton betreibt.
Seit dem Brexit-Referendum sind die Handelsvolumina jedoch zurückgegangen. Politische Unsicherheiten und ein schwächeres Pfund haben sowohl Importe als auch Exporte gedämpft. Dennoch bleibt der Hafen dank kurzer Umschlagzeiten, großer Lagerkapazitäten und exzellenter Verkehrsanbindungen gut für die zukünftige Nachfrage aufgestellt.
Straßen- und Schienenverbindungen sind bereits vorhanden, und die Elektrifizierung der Bahnstrecke ist in Planung. Cuxport hat zudem Gespräche mit Kunden und Zollbehörden geführt, um auch nach dem Brexit reibungslose Abläufe zu gewährleisten. Über das Vereinigte Königreich hinaus strebt der Hafen an, in den kommenden Jahren eine weitere Million Fahrzeuge zu verschiffen – mit Fokus auf Nordamerika und Asien, insbesondere die USA, Kanada, China und Südkorea.
Die Erweiterungsarbeiten zur Verdopplung der Terminalkapazität laufen bereits. Dies soll sowohl den bestehenden Handel als auch neue Geschäftsmöglichkeiten unterstützen, sobald der Brexit vollends wirksam wird.
Cuxports langjährige Rolle im BMW-Export wächst weiter, selbst während der Brexit die Handelsströme umgestaltet. Mit Infrastrukturausbau und neuen Marktstrategien bereitet sich der Hafen darauf vor, mehr Fahrzeuge umzuschlagen und seine Position in der globalen Automobil-Logistik zu festigen. Der Fokus liegt nun auf der Kapazitätserweiterung und der Sicherung zukünftiger Verträge über Europa hinaus.