Cuxhaven baut Deutschlands größte CO₂-arme Energiespundwand im Fischereihafen
Aurelia AumannCuxhaven baut Deutschlands größte CO₂-arme Energiespundwand im Fischereihafen
Cuxhavens Alter Fischereihafen wird Standort der größten CO2-armen Energiespundwand Deutschlands
Das innovative Projekt, das mit 1,4 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert wird, soll das gesamte Viertel mit klimaneutraler Wärme und Kälte versorgen. Behördenvertreter betonen, dass es einen bedeutenden Schritt in der Region hin zu nachhaltigen Energie- und CO2-Reduktionslösungen darstellt.
Das neue System nutzt Meerwasser, um Wärme und Kühlung für eine Fläche von 61.000 m² zu erzeugen. Durch die Gewinnung von rund 5.000 MWh thermischer Energie pro Jahr wird es eine Heizleistung von 2.050 kW bereitstellen. Großwärmepumpen verteilen die rückgewonnene Energie, reduzieren so CO₂-Emissionen und verringern die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Das Land Niedersachsen übernimmt mit seinem Zuschuss 45 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 3,135 Millionen Euro. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Strategie, um Aquathermie – die Nutzung von thermischer Energie aus Wasser – in die Klimapolitik der Region zu integrieren. Zwar gibt es im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein ähnliches System, doch die Anlage in Cuxhaven wird die größte ihrer Art in Deutschland sein.
Stand Anfang 2026 haben erst wenige deutsche Städte vergleichbare großflächige aquathermische Infrastrukturen entwickelt. Öffentliche Statistiken erfassen die genauen Zahlen noch nicht, doch Niedersachsen strebt eine Vorreiterrolle bei der Einführung dieser Technologie für Fernwärme und -kälte an.
Die Energiespundwand wird ihren Betrieb im Alten Fischereihafen von Cuxhaven aufnehmen und als Modell für künftige Projekte dienen. Sie versorgt das Gebiet mit klimaneutraler Wärme und Kälte und senkt gleichzeitig die lokalen CO₂-Emissionen. Die Initiative unterstreicht zudem das Engagement Niedersachsens, den Ausbau erneuerbarer Energielösungen im Rahmen der Wärmewende voranzutreiben.
Finanzierung genehmigt für Deutschlands größten CO2-verringernden Energiewall
Niedersachsen hat offiziell das Cuxhaven-Energieprojekt nur einen Tag nach der Veröffentlichung genehmigt. Wichtige Details:
- Minister Christian Meyer übergab die 1,4-Mio.-€-Finanzierungsgenehmigung an den Projektleiter Thomas Wind am 13.02.2026.
- Das 3,1-Mio.-€-System wird 8800 m Rohrleitungen (äquivalent zur Tiefe des Mount Everest) verwenden, um Wärme aus Meerwasser zu extrahieren.
- Beamte bestätigten, dass das Projekt ein Energieeffizienzverhältnis von 4-5:1 erreichen wird, was jährlich 5000 MWh für 61.000 m² produziert.