Channel21 meldet Insolvenz an – das Ende einer Teleshopping-Ära
Der deutsche Teleshopping-Sender Channel21 hat nach Jahren sinkender Zuschauerzahlen und wachsender Konkurrenz Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hannover leitete am 25. März 2026 vorläufige Insolvenzverfahren ein – ein weiterer Rückschlag für die ohnehin schwächelnde Branche.
Der Sender startete 2001 unter dem Namen RTL Shop, bevor er an einen Finanzinvestor verkauft und umfirmiert wurde. In den vergangenen fünf Jahren verlor Channel21 zunehmend an Marktbedeutung, da die Nutzung des linearen Fernsehens zurückging und Online-Händler an Einfluss gewannen. Mit geringer Markenbekanntheit im Vergleich zu größeren Konkurrenten schrumpften die Zuschauerzahlen und der Marktanteil stetig.
Die Insolvenz folgt auf den Zusammenbruch des österreichischen Mitbewerbers Mediashop und unterstreicht die strukturellen Probleme der Branche. Die Rechtsanwältin Dr. Stefanie Zulauf wurde zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt und überwacht nun die entscheidenden Schritte beim Sender. Gläubiger müssen sich an die gerichtlichen Anweisungen halten, während Zulauf prüft, ob der Betrieb fortgeführt oder eine Sanierung noch möglich ist.
Das Verfahren wird über die Zukunft von Channel21 entscheiden – von einer möglichen Restrukturierung bis hin zur Schließung. Der Fall spiegelt den anhaltenden Niedergang des klassischen Teleshoppings angesichts der digitalen Konkurrenz wider. Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Betrieb des Senders wird nach einer vertieften finanziellen Prüfung erwartet.






