CDU verliert tausende Mitglieder – ist Merz' Kanzlerschaft schuld?
Die CDU erlebt nach Jahren des Wachstums einen deutlichen Mitgliederschwund. Die Partei, die einst die SPD als mitgliederstärkste Kraft Deutschlands überholt hatte, kämpft nun mit steigenden Austrittszahlen. Für den Rückgang werden interne Unzufriedenheit und die schlechten Umfragewerte der Regierung verantwortlich gemacht.
2024 feierte die CDU noch einen bedeutenden Meilenstein: Mit über 20.000 Neumitgliedern überflügelte sie die SPD und wurde zur größten Partei Deutschlands. Damals galt Friedrich Merz, damals Oppositionsführer, als treibende Kraft hinter dem Aufschwung.
Doch 2026 hat sich die Lage umgekehrt. Mit Merz nun als Bundeskanzler ist die Beliebtheit der CDU eingebrochen. Die Austrittswelle hat dramatisch zugenommen, was Parteivertreter zu Warnungen veranlasst.
Generalsekretär Carsten Linnemann schlägt Alarm vor einem möglichen Massenexodus. Er prognostiziert Verluste in Höhe von zehntausenden Mitgliedern bis zum Ende der Legislaturperiode. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte die CDU bis zu 50.000 Mitglieder verlieren – und damit einen Großteil ihres jüngsten Wachstums einbüßen.
Der Mitgliederschwund der CDU spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wider. Die Parteiführung bemüht sich nun, die interne Unruhe einzudämmen. Ohne eine Trendwende könnten die Verluste die politische Landschaft Deutschlands vor der nächsten Wahl grundlegend verändern.






