Insolvenz für Kretzschmar: BVB-Frauen holen DHB-Pokal - Borussia Dortmund holt nach 29 Jahren wieder den DHB-Pokal
Die Frauen-Handballmannschaft von Borussia Dortmund hat zum zweiten Mal den DHB-Pokal gewonnen und damit eine 29-jährige Durststrecke beendet. Der Sieg gelang in einem historischen Finale gegen HSG Bensheim/Auerbach – das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in der 51-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. Die Partie endete mit einem deutlichen 30:25 für Dortmund.
Der Weg ins Finale war für Bensheim/Auerbach besonders dramatisch. Im spannungsgeladenen Halbfinale setzten sie sich erst im Siebenmeterwerfen gegen den Thüringer HC durch, nachdem es nach einem hart umkämpften Spiel unentschieden gestanden hatte. Mit Lucie-Marie Kretzschmar, der Tochter der Handball-Legende Stefan Kretzschmar, verfügte das Team über eine besondere Spielerpersönlichkeit und kämpfte um den ersten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte.
Dortmund hingegen ging mit einer starken Mannschaft ins Finale. Im Kader standen mit Alina Grijseels, Lisa Antl und Sarah Wachter gleich drei Vize-Weltmeisterinnen, die Erfahrung und Klasse auf den Platz brachten. Der letzte DHB-Pokal-Triumph der Dortmunder lag fast drei Jahrzehnte zurück – dieser Sieg war daher ein lange ersehntes Erfolgserlebnis.
Das Finale selbst schrieb Turniergeschichte: Noch nie zuvor waren Dortmund und Bensheim/Auerbach in diesem Wettbewerb aufeinandergestoßen. Doch die Dortmunderinnen dominierten die Partie, zogen davon und sicherten sich mit dem 30:25 den Titelgewinn.
Für Dortmund ist es der zweite DHB-Pokal nach 1995. Bensheim/Auerbach verpasste trotz einer starken Saison den ersten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte. Der Sieg festigt Dortmunds Stelle in den Annalen des Wettbewerbs – mit einem längst überfälligen Triumph.