17 March 2026, 00:54

Betrüger locken mit falschen Krypto-Investments: 600.000 Euro Schaden in Goslar

Ein altes Banknoten mit einem Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes, auf dem steht, dass es sich um eine Aktienurkunde handelt.

Betrüger locken mit falschen Krypto-Investments: 600.000 Euro Schaden in Goslar

Betrugswelle mit Kryptowährungen erschüttert Landkreis Goslar – 600.000 Euro Schaden

Im Landkreis Goslar häufen sich Betrugsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungsinvestitionen. Die Polizei ermittelt derzeit in 18 Fällen, bei denen Betrüger Opfern mit gefälschten Prominenten-Empfehlungen hohe Geldsummen entlockt haben. Bisher beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 600.000 Euro – manche Anleger verloren dabei ihr gesamtes Erspartes.

Die Masche beginnt meist mit einem vermeintlich lukrativen Angebot, in Kryptowährungen zu investieren, das durch erfundene Unterstützung von Prominenten untermauert wird. Zunächst werden die Opfer aufgefordert, eine kleine "Erstüberweisung" von 250 Euro auf ein deutsches Konto zu tätigen. Die Polizei warnt: Dieser geringe Betrag diene gezielt dem Vertrauensaufbau, bevor später deutlich höhere Forderungen folgen.

Sobald die erste Zahlung geleistet ist, setzen die Betrüger die Opfer unter Druck, weitere Summen – teils im fünfstelligen Bereich – auf Konten in Malta oder Litauen zu überweisen. Das Geld wird umgehend in Kryptowährungen umgewandelt und ist damit praktisch nicht mehr auffindbar. In extremen Fällen verloren Geschädigte ihr gesamtes Vermögen, etwa durch Einzelüberweisungen von bis zu 277.000 Euro.

Die Behörden raten zur Vorsicht bei unerbetenen Anlageangeboten. Seröse Investments verlangten niemals Überweisungen auf ausländische Konten oder versprächen unrealistisch hohe Renditen. Zudem sollte man niemals persönliche oder finanzielle Daten an unbekannte Kontakte weitergeben.

Die Goslarer Polizei ermittelt weiter in den 18 gemeldeten Fällen, doch die genaue Zahl ähnlicher Betrugsfälle bundesweit bleibt unklar. Die Aussichten, das ins Ausland transferierte Geld zurückzuerhalten, sind für die Opfer gering. Die Beamten wiederholen ihre dringende Warnung: Überweisen Sie niemals Geld an ungeprüfte Investmentplattformen – egal wie überzeugend sie auch wirken mögen.

AKTUALISIERUNG

Neue Details zum Goslar-Krypto-Betrugsfall

Laut aktuellen Berichten hat die Polizei in dem laufenden Goslar-Kryptowährungs-Betrugsfall folgende Verluste bestätigt:

  • Ein Opfer verlor 78.000 Euro
  • Ein weiteres Opfer verlor fast 100.000 Euro
  • Diese Verluste kommen zu den bereits gemeldeten maximalen Verlusten von 277.000 Euro hinzu