NRW-Polizei jagt jetzt PS-Influencer mit Drohnen und Hubschraubern
Aurelia AumannTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt jetzt PS-Influencer mit Drohnen und Hubschraubern
Polizei in Nordrhein-Westfalen geht härter gegen Social-Media-Influencer vor, die illegale Straßenrennen bewerben
Die sogenannten "PS-Influencer" filmen riskante Raserei-Aktionen und verbreiten die Aufnahmen online – damit locken sie große Menschenmengen zu nicht genehmigten Treffen von Tuning-Fans. Die Behörden wollen ihre Aktivitäten nun gezielter überwachen und bereits im Vorfeld eingreifen, bevor solche Events stattfinden.
Im Fokus der verschärften Maßnahmen stehen Influencer, die gefährliche Fahrmanöver aufnehmen und auf Plattformen mit großer Reichweite posten. Ihre Inhalte ziehen oft Zuschauer zu illegalen Tuning-Veranstaltungen, was die Risiken im öffentlichen Straßenverkehr erhöht. Zwar wurden in den vergangenen zwei Jahren keine Influencer öffentlich namentlich genannt oder verwarnt, doch die Polizei ist nun bereit, offizielle Verwarnungen auszusprechen oder Personen sogar per Gefahrenabwehrrecht bestimmte Gebiete zu verbieten.
Wird ein nicht genehmigtes Event gemeldet, leiten die Beamten eine Großaktion ein. Dazu gehören der Einsatz von Hubschraubern oder Drohnen, um Beweismaterial zu sammeln und die Lage aus der Luft zu beurteilen. Um Zusammenkünfte von vornherein zu verhindern, werden die Online-Kanäle der Influencer nach frühen Anzeichen für geplante Treffen durchsucht – so können Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abgefangen werden.
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) könnte zudem mit den Sicherheitsbehörden der Nachbarländer Belgien und Niederlande zusammenarbeiten, um grenzüberschreitende Fluchtversuche zu unterbinden. Durch den Austausch von Informationen und abgestimmte Streifen sollen mögliche Fluchtrouten für Teilnehmer blockiert werden, die Strafen entgehen wollen.
Die neuen Maßnahmen ermöglichen es der Polizei, bereits vor Beginn illegaler Veranstaltungen einzugreifen. Durch die Überwachung sozialer Medien und den Einsatz von Luftaufklärung sollen Treffen im Zusammenhang mit rücksichtslosem Fahren unterbunden werden. Die Behörden haben klargestellt: Influencer, die solche Aktivitäten bewerben, müssen mit Konsequenzen nach geltendem Recht rechnen.