07 May 2026, 08:29

Berlin plant Olympia 2036 – doch das Budget bleibt unklar und umstritten

Plakat für die Olympischen Spiele 1932 in Berlin, das zwei Läufer im Vordergrund zeigt.

Berlin plant Olympia 2036 – doch das Budget bleibt unklar und umstritten

Berlins Senat stellt Bewerbungskonzept für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 vor

Der Berliner Senat hat sein Bewerbungskonzept für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 vorgestellt. Der Plan skizziert zwar Kosten und Finanzierungsquellen, lässt jedoch einige finanzielle Details für spätere Planungsphasen offen. Kritiker zweifeln bereits jetzt an der Realistik des Budgets.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Konzept des Senats unterteilt die Ausgaben in drei Hauptbereiche: Betrieb, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen. Die direkten Betriebskosten werden auf 4,82 Milliarden Euro veranschlagt, die die Stadt durch Ticketverkäufe, Sponsoring und Marketingeinnahmen decken will. Weitere 1,59 Milliarden Euro sind für Infrastrukturprojekte vorgesehen, darunter 500 Millionen Euro für den Ausbau des Verkehrsnetzes und 227 Millionen Euro für Wettkampfstätten. Ein zentrales Vorhaben ist die Erweiterung und Überdachung des Sommerbads im Olympiapark.

Allerdings enthält das Bewerbungskonzept keine konkreten Angaben zu den Kosten für öffentliche Dienstleistungen wie Sicherheit und Verwaltung. Stattdessen heißt es, diese würden von der weiteren Planung abhängen. Zum Vergleich: Paris gab laut dem französischen Rechnungshof für die Spiele 2024 allein 1,4 Milliarden Euro für Sicherheitsmaßnahmen aus.

Markus Schütte, Professor an der Universität Mainz, hat die finanziellen Prognosen infrage gestellt. Er argumentiert, die Veranstalter stützten sich auf überoptimistische Schätzungen statt auf vorsichtige Berechnungen, um die Spiele als wirtschaftlich tragfähig darzustellen.

Das Konzept legt zwar einen Finanzierungsplan vor, lässt einige Kosten jedoch vorerst undefiniert. Bei einer erfolgreichen Bewerbung würde Berlin die Spiele zwischen 2036 und 2044 ausrichten, wobei Ticketverkäufe und Sponsoren den Großteil der Betriebskosten decken sollen. Die endgültigen Summen für Sicherheit und Verwaltung werden in späteren Planungsphasen festgelegt.

Quelle