Bahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung dauert länger als geplant – Kritik von Güterverkehrsunternehmen
Bodo ZimmerBahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung dauert länger als geplant – Kritik von Güterverkehrsunternehmen
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen langen Vollsperre sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten über insgesamt 24 Wochen verteilt werden – und damit länger dauern als die ursprünglich vorgesehenen 22 Wochen.
Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen, die bemängelten, der erste Entwurf sei ohne ausreichende Abstimmung mit der Branche entstanden.
Die Vorbereitungen für den Ausbau beginnen im Herbst 2027 mit teilweisen Sperrungen der S-Bahn-Strecke. Die erste Phase ist von Mitte Februar bis Mitte April 2028 geplant und konzentriert sich auf den Austausch veralteter Stellwerke sowie die Modernisierung von Gleisen und Weichen.
Eine zweite Phase folgt in der ersten Jahreshälfte 2031. In diesem Abschnitt werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe erneuert sowie das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) installiert. Die Strecke ist ein zentraler Knotenpunkt im Regionalverkehr und wird künftig an den Brenner-Basistunnel angebunden.
Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes der Güterbahnunternehmen, kritisierte den überarbeiteten Plan als unzureichend. Er forderte eine andere Strategie, etwa den Einsatz von eingleisigen Baustellen und vorab erfolgende Ausbaumaßnahmen auf Ausweichrouten. Zudem behauptete Westenberger, die Güterverkehrsbranche sei bei der neuen Zeitplanung nicht konsultiert worden.
Durch die zweiphasige Vorgehensweise verlängert sich die Gesamtbauzeit auf 24 Wochen – leicht über dem ursprünglichen 22-Wochen-Plan. Die Strecke München–Rosenheim bleibt eine entscheidende Achse für den Personen- und Güterverkehr, wobei die Modernisierungen Kapazität und Zuverlässigkeit für den künftigen Betrieb steigern sollen.






