27 March 2026, 04:38

1,9-Millionen-Euro-Betrug: Kemptener Parkuhren-Fall erschüttert Stadtverwaltung

Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Rolllade mit Text im Hintergrund und einem nahen Müllcontainer.

1,9-Millionen-Euro-Betrug: Kemptener Parkuhren-Fall erschüttert Stadtverwaltung

In Kempten (Bayern) hat ein Prozess um den Diebstahl von fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren begonnen. Im Mittelpunkt stehen ein kommunaler Mitarbeiter und seine Ehefrau, die über ein Jahrzehnt hinweg mutmaßlich einen Betrugsring betrieben. Einige der Taten könnten inzwischen jedoch verjährt sein.

Der Betrug begann im November 2020, als der 40-jährige Angeklagte systematisch Parkuhren leerte, für deren Wartung er zuständig war. Über fünf Jahre hinweg sollen er und seine 38-jährige Frau bei mindestens 335 Einzelvorfällen rund 1,34 Millionen Euro gestohlen haben. Die Machenschaften blieben bis November 2025 unentdeckt, als eine Bank verdächtige Transaktionen meldete.

Seine Frau soll das Geld gewaschen haben, indem sie Bargeld auf verschiedene Konten einzahlte oder es in Geschenkgutscheine bei Supermarktketten umwandelte. Das Paar agierte fast ungestört, bis es verhaftet wurde. Daraufhin tauschte die Stadt Kempten umgehend alle Schlösser der Parkuhren aus und vergab die Wartung an ein externes Unternehmen.

In einem anderen, nicht zusammenhängenden Fall erhielt der Inhaber von Exotica Foods in Großbritannien kürzlich einen Entschuldigungsbrief und 100 Pfund in bar für einen Diebstahl, der etwa 15 Jahre zurückliegt. Im Kemptener Prozess fordern die Staatsanwälte nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder, während beide Angeklagten in Untersuchungshaft bleiben.

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Das Verfahren läuft noch, doch einige Anklagepunkte könnten wegen Verjährung nicht mehr verfolgt werden. Die Behörden haben bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen, um künftige Betrugsfälle zu verhindern, etwa durch verbesserte Sicherheitsvorkehrungen. Das Urteil wird entscheiden, ob die Angeklagten das illegal erwirtschaftete Geld herausgeben müssen.

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