Wolfsburgs Aalto-Juwel bekommt neues Leben als Kultur- und Sozialort
Theo SchlosserWolfsburgs Aalto-Juwel bekommt neues Leben als Kultur- und Sozialort
Das Heilig-Geist-Ensemble in Wolfsburg, entworfen vom renommierten finnischen Architekten Alvar Aalto, soll erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden. Die Stadt plant, den 1963 geweihten Komplex zu restaurieren und in einen öffentlichen Ort mit kulturellen, Wohn- und Sozialfunktionen umzuwandeln.
Bevor die Arbeiten beginnen können, werden zwei Machbarkeitsstudien die Umsetzbarkeit des Projekts prüfen. Eine untersucht die Sanierung und künftige Nutzung im Rahmen eines Stiftungsmodells, die andere konzentriert sich auf das geplante Kinderbetreuungszentrum. Beide Studien werden auch Finanzierungsmöglichkeiten und konkrete Schritte für den Erhalt des Ensembles ausloten.
Zunächst muss die Evangelisch-Lutherische Landeskirche das Eigentum an die Stadt übertragen, damit das Vorhaben vorankommt. Sobald dies gesichert ist, beabsichtigt Wolfsburg, bis zu eine Million Euro in das Stiftungskapital einzubringen. Diese Mittel sollen die langfristige Instandhaltung und Programmgestaltung unterstützen.
Unabhängig von den Stiftungsaktivitäten plant die Stadt zudem den Bau eines Kinderbetreuungszentrums auf dem Gelände. Die übergeordnete Vision umfasst kulturelle Veranstaltungen, gemeinschaftliche Wohnräume und Begegnungsstätten. Der Stadtrat wird am 13. Mai über die Beteiligung Wolfsburgs an der Stiftung Forum Alvar Aalto beraten.
Bei einer Zustimmung würde das Projekt das Heilig-Geist-Ensemble der Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig sein architektonisches Erbe bewahren. Die Machbarkeitsstudien, der Eigentumsübergang und die Finanzierungszusagen bilden die nächsten entscheidenden Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung des Plans.






