23 May 2026, 18:27

Wolfenbüttel stoppt geplante Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig wegen Haushaltsnot

Wolfenbüttel: CDU und FDP fordern Überdenken der Radwegeausbau

Wolfenbüttel stoppt geplante Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig wegen Haushaltsnot

Pläne für eine neue Fahrradschnellverbindung zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig wurden gestrichen. Die CDU- und FDP-Fraktionen im Stadtrat begründeten die Einstellung des Projekts mit einem Haushaltsdefizit von 19 Millionen Euro. Beide Parteien argumentieren nun, dass die bestehenden Verbindungen nach Braunschweig bereits ausreichen.

Die Entscheidung folgt einer Prüfung der finanziellen Auswirkungen des Vorhabens auf die Stadt. Selbst mit Fördermitteln hätte Wolfenbüttel direkte Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro für das nun verworfene Projekt tragen müssen.

Die CDU-FDP-Fraktion konzentriert sich stattdessen auf die Verbesserung der Radinfrastruktur innerhalb Wolfenbüttels. Marc Angerstein, Fraktionsvorsitzender der CDU, wies darauf hin, dass wichtige Radverbindungen in der Stadt noch immer unzureichend ausgebaut seien. Er kritisierte frühere Investitionen wie die Fahrradzone in der Schützenstraße als kaum genutzt, während sie gleichzeitig Anwohner belastet hätten.

Die Fraktionen fordern nun, dass alle künftigen Mittel für den Radverkehr ausschließlich in städtische Projekte fließen sollen. Ihr Vorschlag betont den Ausbau von Radwegen innerhalb des Stadtgebiets und argumentiert, dass die Mittel sinnvoll eingesetzt werden müssten. Angerstein erklärte: „Das Geld können wir nur einmal ausgeben“, und unterstrich damit die Notwendigkeit klarer Prioritäten.

In den Stadtratsdebatten wird zudem ein möglicher Rückzug aus dem übergeordneten Braunschweiger Fahrradschnellwege-Projekt diskutiert. Der Schritt steht im Einklang mit den allgemeinen Bemühungen um Haushaltskonsolidierung, da die Verwaltung unnötige Ausgaben reduzieren will. Entsprechend wurden Planungen für neue Radrouten außerhalb des Stadtgebiets zurückgestellt.

Durch den Verzicht auf die Fahrradschnellverbindung spart Wolfenbüttel 1,5 Millionen Euro. Künftige Investitionen in den Radverkehr sollen nun vorrangig Lücken im städtischen Netz schließen. Die Entscheidung spiegelt einen generellen Kurswechsel wider: Lokale Bedürfnisse sollen Vorrang vor dem Ausbau regionaler Infrastruktur haben.

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