10 April 2026, 20:32

Wirtschaftsexperte warnt vor Inflation durch steigende Energiepreise in der Iran-Krise

Grafik zeigt Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit einer blauen Linie, die einen Rückgang der Preise und einer grünen Linie, die einen Anstieg der Preise über die Zeit hinweg anzeigt.

Wirtschaftsexperte warnt vor Inflation durch steigende Energiepreise in der Iran-Krise

Jens Südekum, ein führender Wirtschaftswissenschaftler und Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, hat vor den wirtschaftlichen Folgen der Iran-Krise für Deutschland gewarnt. Steigende Energiepreise könnten die Lebensmittelkosten in die Höhe treiben und die Inflation weiter anheizen, mahnte er in jüngsten Stellungnahmen. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritpreise an deutschen Tankstellen bereits um etwa 20 Prozent gestiegen sind.

Südekum bezeichnete das kürzlich von der Regierung beschlossene Entlastungspaket für Kraftstoffpreise als angemessene Reaktion auf die aktuelle Lage. Er betonte, dass die Maßnahmen im Verhältnis zur Höhe der Preisanstiege stünden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Staat die Verbraucher nicht vollständig vor allen steigenden Kosten schützen könne – ein Vergleich, den er mit einer Versicherungspolice zog, die nur begrenzt haftet.

Der Ökonom äußerte zudem Bedenken hinsichtlich weitergehender wirtschaftlicher Risiken. Sollte sich die Krise hinziehen, regte er an, das Vorgehen Luxemburgs bei der Regulierung von Preiserhöhungen zu prüfen. Dies könnte verhindern, dass Energieunternehmen die Situation für übermäßige Gewinne ausnutzen. Allerdings vermied er Spekulationen darüber, welche weiteren Schritte nötig sein könnten, falls sich die Lage verschärft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Südekum verwies auf die Unsicherheiten, die mit der Krise einhergehen. Dauer und Ausmaß seien nur schwer vorhersehbar, was Unternehmen und Haushalte weiterhin volatilen Bedingungen aussetze.

Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland unter dem wachsenden Druck höherer Energie- und Spritpreise steht. Zwar zielen die aktuellen Entlastungsmaßnahmen darauf ab, die Belastung zu mildern – doch Südekums Aussagen deuten darauf hin, dass weitere Herausforderungen bevorstehen könnten. Die nächsten Schritte der Regierung dürften davon abhängen, wie sich die Krise in den kommenden Monaten entwickelt.

Quelle