07 April 2026, 12:42

Wie ein Welcome Dinner in Hamburg Geflüchteten und Einheimischen Hoffnung schenkt

Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Holztisch in einer formellen Umgebung, diskutiert mit EU-bezogenen Materialien und Gegenständen auf dem Tisch.

Wie ein Welcome Dinner in Hamburg Geflüchteten und Einheimischen Hoffnung schenkt

Ein kleines Treffen am Küchentisch in Hamburg hilft Neuankömmlingen und Einheimischen, auf einfache, aber bedeutungsvolle Weise in Kontakt zu kommen. Die Initiative Welcome Dinner organisiert lockere gemeinsame Mahlzeiten, bei denen Menschen unterschiedlicher Herkunft Essen und Geschichten teilen. Für eine türkische Familie wurde dieses Projekt zu einem Schritt in ein neues Leben in Deutschland.

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Kadir, ein Elektroingenieur, floh mit seiner Frau Sevgi und ihren beiden Söhnen aus der Türkei, nachdem die Familie politische Verfolgung erlebt hatte. Mittlerweile lebt die Familie in einer Gemeinschaftsunterkunft mit anderen Geflüchteten, während sie nach einer dauerhaften Wohnung sucht. Ihre Söhne haben sich gut in Hamburger Schulen eingelebt – ein kleiner Trost angesichts der Herausforderungen eines Neuanfangs.

Im Oktober 2022 lud Laura Trager, eine Ehrenamtliche bei Welcome Dinner, zu einem sonntäglichen Abendessen in ihr Zuhause ein. Sevgi und Kadir waren als Gäste dabei und brachten selbstgemachtes Börek mit – eine traditionelle türkische Teigspeise – als Geschenk. Ziel der Initiative ist es, ungezwungene Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen, bei denen Menschen ins Gespräch kommen, gemeinsam essen und voneinander lernen können.

Auf dem Höhepunkt der deutschen Flüchtlingshilfe 2015 fanden wöchentlich bis zu 120 solche Abendessen statt. Heute hält die Gruppe ihre Gemeinschaft mit einem wöchentlichen Newsletter auf dem Laufenden, der jeden Freitag verschickt wird. Sevgi und Kadir hingegen bessern unterdessen ihr Deutsch auf: Aktuell besuchen sie einen C1-Sprachkurs, um den Alltag leichter zu meistern.

Welcome Dinner bietet mehr als nur eine Mahlzeit – es schafft einen Raum für Verbindung und gegenseitige Unterstützung. Für Familien wie die von Sevgi und Kadir erleichtern diese Treffen den Übergang in ein neues Land. Die Arbeit der Initiative geht weiter, ein gemeinsames Essen nach dem anderen.

Quelle