Welttag der Flüchtlinge 2026: EU-Asylreform im Kreuzfeuer der Kritik
Welttag der Flüchtlinge 2026: Scharfe Kritik an verschärften EU-Asylgesetzen nach CEAS-Reform
Der diesjährige Welttag der Flüchtlinge steht im Zeichen der Kontroverse um die verschärften Asylregeln der EU im Rahmen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (CEAS). Filiz Polat, migrationspolitische Sprecherin der Grünen, übt massive Kritik an den neuen Maßnahmen – und vergleicht das System mit einer Abschiebepolitik nach Vorbild von Donald Trump.
Erst kürzlich hatte das Europäische Parlament Pläne gebilligt, nach denen Familien mit Kindern in Lagern außerhalb der EU-Grenzen inhaftiert werden sollen. Diese sogenannten „Rückkehrzentren“ sind Teil einer generellen Härtepolitik, die von Innenminister Hans-Peter Friedrich vorangetrieben wird. Polat verurteilte die Entscheidung scharf und warnte, dass Geflüchtete in Länder abgeschoben werden könnten, zu denen sie keinerlei Bezug hätten.
Als parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag argumentierte Polat, die Politik komme vor allem rechtsextremen Parteien zugute. Gleichzeitig forderte sie bessere Integrationshilfen für diejenigen, die bereits in Europa leben. Besonders betonte sie, dass Menschen, die seit Langem in der deutschen und europäischen Gesellschaft verwurzelt sind, echte Perspektiven brauchen.
Die neuen Asylregeln der EU stoßen bei Kritikern auf heftigen Widerstand. Polats Warnungen unterstreichen die Bedenken gegenüber Abschiebepraktiken und dem Umgang mit besonders schutzbedürftigen Gruppen. Die Debatte spiegelt die tiefer liegenden Spannungen wider, die Europas Migrationpolitik und den Schutz von Flüchtlingsrechten prägen.






