VW verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen wird die Integration seiner sächsischen Tochtergesellschaft um bis zu zwei Jahre verschieben. Ursprünglich für Anfang 2027 geplant, droht die Fusion nun wegen ungelöster technischer Herausforderungen aufgeschoben zu werden. Eine endgültige Entscheidung fällt bei einer entscheidenden Sitzung am Montag.
Der Aufschub geht auf anhaltende Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems zurück, wie interne Quellen berichten. Diese technischen Hürden haben den Fortschritt gebremst, sodass vor der Integration weitere Anpassungen notwendig sind.
Die Nachricht kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für das Werk Zwickau, das bereits unter den Folgen von Modellverlagerungen und strengen Kostenvorgaben leidet. Trotz des Rückschlags wurden die Lohnvereinbarungen für die sächsische Einheit zu Jahresbeginn an die Standards von Volkswagen AG am Standort Wolfsburg angeglichen.
Der Aufsichtsrat der Volkswagen Sachsen GmbH wird sich am Montag treffen, um die Lage offiziell zu bewerten. Für die rund 10.000 Mitarbeiter hat die Verzögerung vorerst keine finanziellen Auswirkungen, da keine direkten Kostenfolgen für die Belegschaft entstehen.
Die 2021 erstmals angekündigte Fusion wird voraussichtlich nicht wie ursprünglich geplant bis 2027 abgeschlossen. Anpassungen der IT-Systeme bleiben das Hauptproblem, wobei für die Beschäftigten keine finanziellen Nachteile erwartet werden. Die anstehende Entscheidung des Aufsichtsrats wird die nächsten Schritte für die sächsische Tochtergesellschaft bestimmen.






