VW Osnabrück drosselt Produktion: Cabrio-Nachfrage bricht ein
Volkswagen drosselt Produktion im Werk Osnabrück ab August wegen nachlassender Nachfrage nach Cabrios
Ab August wird Volkswagen am Standort Osnabrück die Produktion zurückfahren – Grund ist die sinkende Nachfrage nach Cabriolets. Derzeit wird dort ausschließlich der T-Roc Cabrio gefertigt, dessen Bestellungen vor allem im Frühjahr und Sommer eingehen. Typischerweise flaut die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte ab.
Das Unternehmen verlängert die Sommerpause um eine Woche in den August hinein. Nach der Betriebspause werden zusätzliche produktionfreie Tage eingeführt und auf eine Vier-Tage-Woche umgestellt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktivitäten im Werk bereits spürbar nachlassen – ein Jahr vor dem geplanten Auslauf der Pkw-Produktion im Spätsommer 2027.
Volkswagen hatte den Standort Osnabrück 2009 übernommen, nachdem der vorherige Cabrio-Hersteller Karmann Insolvenz angemeldet hatte. Die Montage von Porsche-Modellen war dort bereits Ende letzten Jahres eingestellt worden. Auch der T-Roc Cabrio wird 2027 auslaufen.
Der Gesamtbetriebsrat spricht von einer Zuspitzung der Lage. Volkswagen verhandelt derzeit mit Rüstungsunternehmen über eine mögliche Nachnutzung des Werks nach dem Ende der Automobilproduktion. Zudem werden weitere langfristige Optionen für den Standort über 2027 hinaus geprüft.
Nach der Sommerpause wird die Produktion auf vier Tage pro Woche reduziert. Die Gespräche mit Rüstungsfirmen könnten die Zukunft des Osnabrücker Werks prägen. Die Anpassungen spiegeln die schwächere Nachfrage und das geplante Ende der Cabrio-Fertigung 2027 wider.






