05 June 2026, 17:54

Von 400 Exemplaren zur polarisierenden Medienmacht: 40 Jahre Junge Freiheit

Unangenehme Fragen für Dieter Stein, Chef von JUNGEN FREIHEIT

Von 400 Exemplaren zur polarisierenden Medienmacht: 40 Jahre Junge Freiheit

Vor vierzig Jahren startete die Junge Freiheit als kleine, selbstfinanzierte Zeitung mit einer Auflage von nur 400 Exemplaren. Gründer Dieter Stein transportierte die erste Ausgabe in einem Pappkarton auf seinem Fahrrad nach Hause. Die Publikation machte schnell mit ihrer umstrittenen Haltung gegen das auf, was Stein als linksgerichtete Vorherrschaft in deutschen Medien und Hochschulen betrachtete.

Die Debütausgabe von 1986 war ein taschengroßes Blatt, das ohne Gewinnabsicht gedruckt wurde. Die Mitwirkenden trugen ihre Kosten selbst, und Stein lieferte die Exemplare persönlich mit dem Fahrrad aus. Die frühen Themen reichten von der Observation durch den Verfassungsschutz über Debatten zur AfD, Familienverbindungen, die Bundeswehr bis hin zu angeblichen Finanzierungsquellen.

Bis Anfang der 1990er-Jahre war die Zeitung von Freiburg nach Berlin umgezogen – noch vor dem Umzug der Regierung in die wiedervereinigte Hauptstadt. Ihr provokanter Inhalt zog Aufmerksamkeit auf sich, darunter auch die Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Leser berichteten, sich überwacht zu gefühlt zu haben; manche fürchteten sogar, allein wegen ihres Abonnements abgehört zu werden.

1995 eskalierte die Situation, als Steins Auto vor dem Redaktionsgebäude in Brand gesteckt wurde. Trotz aller Herausforderungen blieb die Zeitung bei ihrem kämpferischen Ton, kritisierte oft interne Streitigkeiten der Rechten und festigte gleichzeitig ihre Opposition gegen links geprägte Institutionen.

Jahrzehnte später, zum 40. Jubiläum der Zeitung, sah sich Stein selbst schwierigen Fragen seines eigenen Social-Media-Teams gegenüber. Das Erbe der Jungen Freiheit bleibt mit ihren frühen Kämpfen verbunden – finanziell, politisch und persönlich.

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Vom flugblattartigen Fahrradkurier zur polarisierenden Medienpräsenz hat die Junge Freiheit seit ihrem ersten Erscheinen für Kontroversen gesorgt. Die frühere Überwachung durch den Verfassungsschutz und der Brandanschlag von 1995 unterstreichen die Spannungen, die ihr Wachstum begleiteten. Heute provoziert die Zeitung weiterhin Debatten, geprägt von ihren widerspenstigen Anfängen und Steins kompromissloser Vision.

Quelle