30 June 2026, 04:23

Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobabbau bis 2035

Aufsichtsrat will Sparpaket durchsetzen, trotz Nein des Kontrollgremiums

Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobabbau bis 2035

Volkswagen steht unter Druck, seine finanzielle Performance zu verbessern – andernfalls droht eine Herabstufung der Bonitätsnote. Das Unternehmen hat im Wettbewerb um elektrische und digitale Innovationen an Boden verloren, was zu sinkender Nachfrage und schrumpfenden Marktanteilen führt.

Auf einem Krisentreffen am Mittwoch forderte Konzernchef Oliver Blume die Führungskräfte auf, eine Verpflichtungserklärung zur Unterstützung eines umfassenden Umstrukturierungsplans zu unterzeichnen. Die Strategie sieht den Verkauf von Vermögenswerten wie Ducati und Europcar vor, eine Reduzierung der Beteiligung an Traton sowie Werksschließungen, falls die Lohnkosten nicht gesenkt werden.

Bis 2035 sollen vier Fabriken geschlossen und über 100.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zusätzlich zu den bereits geplanten 50.000 Stellen könnten bis zu 65.000 weitere entfallen – betroffen wären damit mehr als 100.000 der weltweit 660.000 Beschäftigten. Volkswagen plant zudem, sein Modellangebot von 150 auf etwa 75 Fahrzeuge zu halbieren.

Ohne die Umstrukturierung drohen dem Konzern ab 2030 dauerhafte Verluste. Bereits im August könnte eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, um die Gruppe in fünf zentrale Sparten neu zu ordnen. Sollte der Aufsichtsrat den Plan blockieren, könnte Volkswagen eine außerordentliche Gesellschafterversammlung erzwingen, um die Reformen durchzusetzen.

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Die Restrukturierung ist entscheidend, um den finanziellen Niedergang abzuwenden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Abläufe zu straffen und die Zukunft des Konzerns zu sichern. Untätigkeit könnte zu nachhaltigen finanziellen Schäden für das Unternehmen führen.

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