07 May 2026, 02:29

Über eine Million Babyboomer in NRW droht bis 2036 Wohnungsarmut im Alter

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland.

Über eine Million Babyboomer in NRW droht bis 2036 Wohnungsarmut im Alter

Ein neuer Bericht warnt, dass in Nordrhein-Westfalen über eine Million Angehörige der Babyboomer-Generation innerhalb des nächsten Jahrzehnts von Wohnungsarmut bedroht sein könnten. Die Studie des Pestel-Instituts zeigt die wachsende finanzielle Belastung von Rentnern auf, da die Mietkosten steigen. Der Gewerkschaftsvorsitzende Robert Feiger hat nun zu dringendem Handeln aufgerufen, um die Krise durch verstärkten Wohnungsbau und wirtschaftliche Unterstützung zu bekämpfen.

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Die Untersuchung ergibt, dass bis 2036 voraussichtlich etwa 40 % der deutschen Nachkriegsgeneration in Rente gehen werden. Viele in dieser Gruppe könnten sich aufgrund niedriger gesetzlicher Renten den Wohnraum kaum noch leisten. Aktuell erhalten rund 5,1 Millionen Babyboomer weniger als 800 Euro im Monat – und sind damit besonders anfällig für steigende Lebenshaltungskosten.

Bundesweit sind bereits über 760.000 Rentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa 4,3 % aller Ruheständler. Feiger, Chef der IG Bau-Gewerkschaft, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „das soziale Problem Nummer eins“. Er betont, dass der Ausbau des Neubaus entscheidend sei, um sowohl den Druck auf dem Wohnungsmarkt als auch die wirtschaftlichen Folgen abzumildern.

Ohne Gegenmaßnahmen, so die Prognose des Berichts, könnte ein beträchtlicher Teil der Rentner in finanzielle Not geraten, da die Mieten ihre begrenzten Einkommen übersteigen. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit politischer Reformen, um eine flächendeckende Wohnungsarmut unter älteren Menschen in Deutschland zu verhindern. Feigers Forderung nach mehr Wohnungsbau zielt darauf ab, sowohl den akuten Mangel als auch die übergeordneten wirtschaftlichen Herausforderungen anzugehen. Ohne gezieltes Handeln, warnt der Bericht, werde sich die Lage der Rentner in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter verschärfen.

Quelle