23 May 2026, 06:27

Tempelhofer Feld: Teilbebauung für 21.000 Wohnungen geplant – doch bleibt die Wiese geschützt?

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Tempelhofer Feld: Teilbebauung für 21.000 Wohnungen geplant – doch bleibt die Wiese geschützt?

Berlin regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur teilweisen Bebauung des Tempelhofer Felds. Der Vorschlag sieht vor, auf einem Drittel des Geländes Wohnraum zu schaffen, während die zentrale Wiesenfläche unter Schutz bleibt. Eine aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche öffentliche Unterstützung für begrenzte Bauvorhaben am Rand des Areals.

2014 hatte ein Bürgerentscheid alle Bebauungen auf dem ehemaligen Flughafenareal verboten. Das Tempelhof-Gesetz schützt derzeit 200 Hektar offene Wiesenlandschaft, die auch im neuen Plan unverändert bleiben sollen.

Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf vor, der den Bau von rund 21.000 Wohnungen auf einem Drittel des Geländes vorsieht. Bei einer Genehmigung könnte das Projekt über 50.000 Berliner:innen ein Zuhause bieten. Nun wird der Finanzsenator prüfen, ob das Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist.

Laut einer repräsentativen Umfrage befürworten 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“ des Tempelhofer Felds. Dies deutet auf eine wachsende öffentliche Akzeptanz für begrenzte Bauprojekte hin, um der Berliner Wohnungsnot entgegenzuwirken.

Der Plan sieht vor, den Kernbereich des Tempelhofer Felds unangetastet zu lassen, während Tausende neue Wohnungen entstehen. Nun müssen die Verantwortlichen klären, ob die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen das Projekt ermöglichen. Das Ergebnis könnte einen Teil von Berlins größter Freifläche neu prägen.

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