Strompreise im März: Warum flexible Tarife und E-Autos jetzt sparen helfen
Aurelia AumannStrompreise im März: Warum flexible Tarife und E-Autos jetzt sparen helfen
Stromkosten änderten sich im März erneut – mit starken Schwankungen bei den Großhandelspreisen und steigenden Tarifen für Neukunden. Die anhaltende Energiekrise, die unter anderem durch die steigenden Gaspreise im Zuge des Iran-Konflikts angeheizt wird, belastet weiterhin die Haushalte. Dennoch gelang es einigen Verbrauchern – insbesondere Besitzern von Elektroautos mit intelligenter Ladesteuerung –, ihre Ausgaben im Griff zu halten.
Die Großhandelspreise für Strom erlebten Anfang März dramatische Ausschläge nach oben und unten. Diese Schwankungen folgten der allgemeinen Instabilität auf dem Energiemarkt, da die Spannungen im Iran die Gaspreise in die Höhe trieben und damit auch die Stromkosten ansteigen ließen. Gleichzeitig stiegen im Laufe des Monats die Tarife für Neukunden.
Daten des digitalen Energieanbieters Tibber zeigen Veränderungen im Ladeverhalten von Elektroauto-Besitzern. Demnach nahm das Aufladen in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr deutlich zu, während der Abendverbrauch im Vergleich zum Februar zurückging. Rund 75 Prozent der Haushalte in Tibbers Datensatz verfügten sowohl über ein Elektroauto als auch über Solaranlagen.
Kunden mit E-Autos, intelligenten Zählern und flexiblen Tarifen verzeichneten von Februar auf März nur einen Anstieg der Stromkosten um 3 Prozent. Die anpassungsfähigsten Haushalte – also jene, die ihre Ladezeiten in günstigere Phasen verlegten – senkten ihre Rechnungen sogar um fast 7 Prozent. Im Jahr 2025 zahlten die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden mit Solarstrom und E-Auto durchschnittlich 22 Cent pro Kilowattstunde, während Besitzer eines E-Autos ohne Solaranlage 26 Cent entrichteten.
Edgeir Aksnes, globaler CEO von Tibber, hinterfragte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen trotz der Marktvolatilität. Er verwies auf Norwegen, wo 93 Prozent der Stromkunden dynamische Tarife nutzen, um ihre Kosten zu steuern.
Die März-Daten belegen, wie flexible Preismodelle und intelligentes Laden Haushalten helfen können, ihre Stromrechnung zu reduzieren. Zwar sorgen die Schwankungen bei den Großhandelspreisen und geopolitische Spannungen weiterhin für Druck auf dem Markt – doch Besitzer von Solaranlagen und E-Autos sind offenbar besser in der Lage, ihre Ausgaben zu kontrollieren. Die Kluft zwischen anpassungsfähigen und weniger flexiblen Verbrauchern wird damit immer größer.






