Spritkosten-Beihilfe soll Deutschlandticket ab Mai wieder attraktiver machen
Bodo ZimmerSpritkosten-Beihilfe soll Deutschlandticket ab Mai wieder attraktiver machen
Deutschlands 49-Euro-Monatsticket erhält ab 1. Mai Unterstützung durch eine temporäre Spritkosten-Beihilfe
Das bundesweite Angebot, das unbegrenzte Fahrten im Regional- und Nahverkehr ermöglicht, verzeichnete in den letzten Monaten nur ein schwaches Wachstum. Nun hoffen Verantwortliche, dass die Subvention mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegt und gleichzeitig die finanzielle Belastung der Verkehrsbetriebe verringert.
Das Deutschlandticket wurde am 1. Mai 2023 eingeführt und zählt derzeit rund 14,5 Millionen Nutzer:innen. Es vereinfachte das komplexe Tarifsystem in Deutschland und sollte die Abhängigkeit vom Auto verringern. Expert:innen schätzen, dass durch das Ticket jährlich mindestens 500 Millionen Liter Kraftstoff eingespart werden.
Trotz des Erfolgs ist die Nachfrage nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in den letzten Monaten ins Stocken geraten. Finanzielle Engpässe führten zudem zu Kürzungen im Verkehrsangebot in vielen Regionen. Um den Sektor zu stabilisieren, steuern Bund und Länder jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bei, um Einnahmeausfälle auszugleichen.
Der Preis für das Ticket stieg 2024 auf 63 Euro monatlich und soll ab 2027 jährlich angepasst werden. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass durch die neue Spritkosten-Beihilfe – die vom 1. Mai bis 30. Juni gilt – bis zu 5,8 Millionen zusätzliche Abonnements abgeschlossen werden könnten.
Ziel der temporären Förderung ist es, das Interesse am Deutschlandticket wiederzubeleben und gleichzeitig angeschlagene Verkehrsbetriebe zu entlasten. Bei Erfolg könnte das Angebot die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel deutlich steigern und den Kraftstoffverbrauch weiter senken. Die staatlichen Mittel bleiben bestehen, um die anhaltenden finanziellen Herausforderungen im Sektor abzufedern.






