Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Theo SchlosserSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Solingens Innenstadt steckt in einer tiefen Krise. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot und das Fehlen von Gastronomie und Begegnungsstätten belasten das Viertel wirtschaftlich und sozial. Der Niedergang vollzieht sich seit Jahren schleichend, aber stetig.
Die Ursachen des Problems liegen nur teilweise in der Hand der Stadt. Die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte und der Abbau industrieller Arbeitsplätze haben maßgeblich dazu beigetragen. Viele sind überzeugt, dass die Zukunft der Innenstadt nicht nur von ihr selbst abhängt, sondern auch von den umliegenden Gebieten.
Stadtrat Walsken fordert einen umfassenden Masterplan, der den gesamten Ringschluss um das Zentrum einbezieht. Dieser soll Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbildung als Ganzes angehen. Ohne ein solches Konzept, so seine Argumentation, bleibe der Fortschritt Stückwerk – und damit wirkungslos.
Walsken schlägt zudem konkrete Sofortmaßnahmen vor: eine bessere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnungen, ein dezentrales Gesundheitssystem sowie Beratungsangebote zur Digitalisierung. Er betont, dass ein langfristiger Kurswechsel nötig sei – weg von isolierten Projekten hin zu einer ganzheitlichen, integrierten Entwicklung.
Gleichzeitig warnt er: Die Umsetzung eines solchen Plans werde Jahre dauern. Deshalb drängt er die Stadt, den Erneuerungsprozess ohne Verzögerung zu starten. Ein zukunftsweisender Masterplan könnte die drängendsten Probleme der Innenstadt lösen. Entscheidend für eine Trendwende sei es, eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung anzuziehen. Der Erfolg jeder Strategie hänge dabei von der Abstimmung zwischen dem Zentrum und seinen umliegenden Stadtteilen ab.
