Satelliten sollen deutsche Funklöcher bis 2028 schließen – wer macht mit?
Greta JockelSatelliten sollen deutsche Funklöcher bis 2028 schließen – wer macht mit?
Deutsche Telekommunikationsanbieter setzen auf Satelliten, um die Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Regionen zu verbessern
Neue Partnerschaften sollen Funklöcher beseitigen und die Notfallkommunikation stärken. Dazu gehören Testphasen sowie langfristige Pläne, um raumgestützte Technologien in die bestehenden Netze zu integrieren.
O2 Telefónica arbeitet mit dem Unternehmen OQ Technology zusammen, um ab Anfang 2027 Satellitenverbindungen zu erproben. Der Teststandort liegt in der Nähe von Waren an der Müritz im Mecklenburgischen Seengebiet. Die Kooperation soll untersuchen, wie Satelliten Lücken in der Mobilfunkversorgung schließen können.
OQ Technology, ein rein europäisches Unternehmen, plant für 2023 den Start einer neuen Satellitengeneration. Diese soll bidirektionale Kommunikation ermöglichen und Smartphones mit einer Bandbreite von ein bis zwei Megabit pro Sekunde versorgen. Bis Ende 2027 will das Unternehmen 48 Satelliten betreiben, um alle 30 Minuten eine Abdeckung zu gewährleisten.
Unterdessen hat Vodafone ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, um in Deutschland satellitengestützte Mobilfunkdienste anzubieten. Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest. Auch die Deutsche Telekom kooperiert mit Starlink, um ab 2028 Mobilfunkempfang in abgelegenen Gebieten bereitzustellen.
Das Ziel ist klar: Satelliten sollen als Backup für die bodengestützten Netze dienen, in Notfällen helfen und die Versorgung in Gebiete ausweiten, die mit herkömmlichen Signalen nur schwer zu erreichen sind.
Die Satellitentechnologie wird künftig eine größere Rolle in den deutschen Mobilfunknetzen spielen. Tests in Mecklenburg-Vorpommern und geplante Starts sollen ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Bei Erfolg könnten diese Systeme bis zum Ende des Jahrzehnts selbst die abgelegensten Regionen mit stabiler Konnektivität versorgen.






