28 June 2026, 16:27

Salzgitter kämpft um VW-Standort: Oberbürgermeister attackiert Blumes Pläne

"Keine Zukunftsplanung, aber der Anfang vom Ende unserer Zukunft!"

Salzgitter kämpft um VW-Standort: Oberbürgermeister attackiert Blumes Pläne

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat sich verärgert über Berichte zu den Plänen von Volkswagen-Chef Oliver Blume geäußert. Die jüngste öffentliche Infragestellung einer wichtigen Vereinbarung bezeichnete er als „irritierend und aufbringend“. Die Äußerungen kommen weniger als eineinhalb Jahre nach dem Abschluss eines richtungsweisenden Deals.

Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall von Volkswagen auf eine Zukunftsstrategie geeinigt. Diese umfasste schrittweise Stellenabbaupläne, den Erhalt aller VW-Standorte sowie verlängerte Beschäftigungsgarantien. Klingebiel betonte, dass das Werk in Salzgitter ein zentraler Bestandteil der Gruppe bleiben müsse.

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Der Oberbürgermeister kritisierte Blumes angeblich diskutierte Pläne zur Werksschließung und den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen als realitätsfern. Solche Schritte seien kein zukunftsweisender Ansatz, argumentierte er. Gleichzeitig begrüßte Klingebiel die Unterstützung durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies, der in der Sache eine klare Position bezogen hat.

Klingebiel bekräftigte seine Solidarität mit den Beschäftigten in Salzgitter und an allen VW-Standorten. Sowohl er als auch der Stadtrat Salzgitters stehen hinter dem VW-Gesetz und der regionalen Arbeitnehmervertretung.

Die Äußerungen des Oberbürgermeisters unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die langfristigen Pläne von Volkswagen. Die Vereinbarung von 2024 bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die Diskussionen. Klingebiels Haltung spiegelt die starke lokale Unterstützung für Arbeitsplatzsicherheit und den Erhalt der Standorte wider.

Quelle