11 May 2026, 00:37

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem E-Auto-Partner retten

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Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem E-Auto-Partner retten

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat einen kühnen Plan vorgelegt, um Arbeitsplätze im Volkswagen-Werk Zwickau zu sichern. Er schlägt eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen vor, um ungenutzte Produktionskapazitäten auszulasten. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach den im Werk gefertigten ID-Modellen gesunken ist – und damit Sorgen um die Zukunft des Standorts wachsen.

Das Zwickauer Werk wurde 2019 zum ersten rein elektrischen Produktionsstandort von Volkswagen umgebaut. Doch die Absatzzahlen der ID-Baureihe blieben hinter den Erwartungen zurück, was zu Produktionskürzungen führte und Ängste um die Beschäftigung schürte. Rund 10.000 Mitarbeiter sind direkt am Standort beschäftigt, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt vom Werk ab.

Panter betonte, dass chinesische Automobilhersteller in vielen Bereichen der E-Mobilität mittlerweile führend seien. China sei in diesem Sektor längst keine aufstrebende Nation mehr, sondern eine treibende Kraft, so der Minister. Sein Vorschlag sieht ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Unternehmen vor, um die Produktion anzukurbeln und Arbeitsplätze zu erhalten.

Damit eine solche Partnerschaft gelingen kann, forderte Panter klare europäische Regeln und Standards. Volkswagen hatte die vollständige Integration des Werks in den Konzern bereits bis mindestens 2027 verschoben – was die Dringlichkeit nach Lösungen erhöht.

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Ziel des Plans ist es, das Zwickauer Werk langfristig am Laufen zu halten und die Belegschaft zu sichern. Bei Erfolg könnte das Vorhaben zum Vorbild für die europäisch-chinesische Zusammenarbeit in der Elektroauto-Produktion werden. Die nächsten Schritte hängen nun von behördlichen Genehmigungen und der Bereitschaft Volkswagens ab, den Vorschlag umzusetzen.

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