23 May 2026, 16:35

Sachsen-Anhalt setzt neue Klimaschutz-Prioritäten für Infrastruktur und Wirtschaft

Wissenschaftlicher Beirat für Klimaschutz für neue Amtszeit ernannt - Impulse für zukunftsfähige Infrastrukturinvestitionen übergeben

Sachsen-Anhalt setzt neue Klimaschutz-Prioritäten für Infrastruktur und Wirtschaft

Wissenschaftlicher Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt legt Schwerpunkte für zukünftige Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung fest

Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat zentrale Prioritäten für die künftige Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung des Landes definiert. In einem kürzlich eingereichten Positionspapier fordert das Gremium gezielte Investitionen, um die Versorgungssicherheit zu stärken und den Wandel zu einer klimafreundlichen Wirtschaft zu beschleunigen. Die Empfehlungen erfolgen im Vorfeld einer neuen Amtszeit des Beirats, die am 1. Juli 2026 beginnt.

Im Mittelpunkt der aktuellen Stellungnahme steht das Sondervermögensgesetz Infrastruktur (Infra-SVG), das dem Minister Prof. Dr. Armin Willingmann vorgelegt wurde. Der Beirat betont darin die Notwendigkeit, Infrastrukturausbau mit Innovation, Energiesouveränität und Klimaschutz zu verknüpfen. Auf diese Weise könne das Land die regionale Wertschöpfung steigern und gleichzeitig die zuverlässige Versorgung mit essenziellen Leistungen sichern.

Zu den zentralen Investitionsbereichen zählen moderne Energie- und Wärmesysteme, eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft, emissionsarmer öffentlicher Nahverkehr sowie nachhaltiges Bauen. Als Orientierungsrahmen dienen dem Beirat dabei der Klimaschutz-Fachplan des Landes sowie die Erkenntnisse aus dem Zukunfts- und Klimaschutzkongress.

Über die unmittelbare Finanzierung hinaus bietet der Beirat kontinuierliche Begleitung an, um sicherzustellen, dass der Sonderfonds langfristige Wirkungen entfaltet. Ziel ist es, Sachsen-Anhalt dabei zu unterstützen, widerstandsfähige und leistungsstarke Infrastrukturen aufzubauen, die die Abhängigkeit von externen Ressourcen verringern. Dies entspricht dem übergeordneten Auftrag des Gremiums, wissenschaftliche Expertise zu nachhaltiger Entwicklung, Energie- und Klimapolitik bereitzustellen.

Mit seinen Vorschlägen zielt der Beirat darauf ab, die wirtschaftliche und ökologische Zukunft Sachsen-Anhalts durch strategische Investitionen zu sichern. Bei Umsetzung könnten die Maßnahmen lokale Industrien stärken, Emissionen senken und ein unabhängigeres Infrastrukturnetz schaffen. Die Landesregierung wird die Empfehlungen nun in ihre Planungsprozesse einbeziehen.

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