Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Greta JockelSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt steigt stark an
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Mittlerweile kommt fast jeder zehnte Beschäftigte in der Region aus dem Ausland. Unternehmen setzen zunehmend auf internationales Personal, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Allein in den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der ausländischen Beschäftigten um 308 Prozent. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erhöhte sie sich um 5.560 auf 68.420. Dieser kontinuierliche Anstieg spiegelt einen breiten Trend auf dem regionalen Arbeitsmarkt wider.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, um 3.492 – ein Plus von 43 Prozent. Aktuell stellt jedes vierte Unternehmen in der Region internationale Mitarbeiter ein. Größere Firmen tun dies häufiger, während fast drei Viertel aller Betriebe nach wie vor keine ausländischen Beschäftigten haben.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, sieht in der Zuwanderung einen entscheidenden Faktor. Sie helfe, den demografischen Wandel auszugleichen und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Behrens betonte zudem, dass Sachsen-Anhalt Fortschritte bei der Integration internationaler Arbeitskräfte mache.
Derzeit sind in der Region 68.420 ausländische sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gemeldet. Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Fachkräfte, um ihren Personalbedarf zu decken. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung – im Gegenteil: Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst weiter.






