07 April 2026, 15:14

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Budget

Schwarz-weiß-Fotografie einer Bahntrasse mit Gebäuden im Hintergrund, mit der Aufschrift "Merkelbach & Co, Co. Amsterdam" auf der rechten Seite und verstreuten Holzgegenständen im Vordergrund.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Budget

Ausbau der S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach erhält Planungsgenehmigung – Bau kann beginnen

Das Ausbauprojekt der S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach hat die notwendige Planungsgenehmigung erhalten, sodass die Bauarbeiten nun voranschreiten können. Mit einem Gesamtbudget von 836 Millionen Euro sieht das Vorhaben die Verdopplung der Gleiskapazität sowie die Modernisierung der Bahnhöfe entlang der Strecke vor. Allerdings könnten Verzögerungen den geplanten Fertigstellungstermin des zweiten Gleises im frühen Jahr 2032 gefährden.

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Nordrhein-Westfalen (NRW) steuert 305 Millionen Euro zum Projekt bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Zum Ausbau gehört eine neue zweigleisige Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie ein erweitertes Empfangsgebäude in Bergisch Gladbach mit vier Bahnsteigen. Zudem entsteht ein neuer Haltepunkt, Köln-Kalk West, und alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei umgebaut.

Die ersten größeren Einschränkungen sind vom 10. April bis 3. Juli 2026 geplant, wenn in Mülheim ein digitales Stellwerk installiert wird. Weitere Sperrungen folgen vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027 für den Umbau der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) erwartet, dass bis zu diesem Sommer alle Baugenehmigungen vorliegen, sodass DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen kann.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Allerdings könnten Planungskonflikte mit anderen Projekten die geplante Inbetriebnahme des zweiten Gleises Anfang 2032 verzögern.

Der Ausbau der S11 wird die Kapazität und Barrierefreiheit auf der Strecke Köln–Bergisch Gladbach deutlich verbessern. Mit dem baldigen Baubeginn können Fahrgäste langfristig von einem attraktiveren Angebot profitieren. Der Zeitplan bleibt jedoch abhängig von externen Planungszwängen und könnte noch angepasst werden.

Quelle