Rentenreform 2024: Kapitalgedeckte Säule und höhere Altersgrenzen geplant
Bodo ZimmerRentenreform 2024: Kapitalgedeckte Säule und höhere Altersgrenzen geplant
Eine Regierungskommission hat weitreichende Reformen für das deutsche Rentensystem vorgeschlagen. Zu den Empfehlungen gehören eine neue kapitalgedeckte Säule sowie eine einheitliche, einkommensbezogene Rente für alle Berufsgruppen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat zugesagt, die Vorschläge ohne Verzögerung umzusetzen.
Die Rentenkommission skizzierte mehrere zentrale Reformen. So schlägt sie die Einführung einer kapitalgedeckten Säule für die gesetzliche Rente vor. Eine einheitliche, am Einkommen orientierte Rente soll Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte, Abgeordnete und Führungskräfte umfassen.
Darüber hinaus empfiehlt die Kommission, die Regelung abzuschaffen, die es Beschäftigten mit 45 Beitragsjahren ermöglicht, vorzeitig ohne Abzüge in Rente zu gehen. Stattdessen soll das gesetzliche Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus angehoben und an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Beamte würden zwar weiterhin nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, müssten aber mit einem höheren Renteneintrittsalter rechnen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte eine breite Debatte über die Reformpläne. Er betonte, wie wichtig es sei, die Auswirkungen auf Rentner in Ostdeutschland zu prüfen. Zudem bestand Woidke darauf, dass Beamte in die Diskussionen einbezogen werden müssten.
Ziel der Vorschläge ist ein inklusiveres und nachhaltigeres Rentensystem. Bei einer Umsetzung würden die Beitragspflicht auf neue Gruppen ausgeweitet und die Renteneintrittsalter angepasst. Die Bundesregierung hat signalisiert, dass sie bereit ist, die Empfehlungen zügig in die Tat umzusetzen.






