24 May 2026, 12:33

Queere Politik zwischen Fortschritt und Frust – was jetzt kommt

unserer Website 'Queer Talk' mit Klaus Lederer

Queere Politik zwischen Fortschritt und Frust – was jetzt kommt

Queere Politik bleibt in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema – und das schon lange vor Amtsantritt der neuen Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz. Zwar hat die LGBTI-Community in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt, doch fühlt sie sich in den aktuellen Debatten zunehmend an den Rand gedrängt. Eine jüngste Veranstaltung, der taz Talk*, rückte diese Fragen in den Fokus: In einer Live-Diskussion wurde über die Zukunft queerer Aktivismusformen debattiert.

Der taz Talk wurde moderiert von Jan Feddersen, Redakteur für Sonderprojekte bei der taz und Kurator der taz Talks sowie des taz lab. Die Veranstaltung setzte auf Publikumsbeteiligung – Zuschauer:innen konnten per Livestream Fragen und Kommentare einreichen, auf die das Podium direkt reagierte oder Stellung bezog.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand Klaus Lederer, der parteilose Sprecher für queere Politik der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus. In seinem kürzlich erschienenen Essay „Queere Politik mitten im Geschehen“ analysiert Lederer Bedeutung, Potenzial und künftige Ausrichtung queerer politischer Bewegungen. Seine Thesen prägten die Debatte und warfen Schlaglichter auf erreichte Erfolge wie auch auf anhaltende Herausforderungen.

Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der Queerness unter starker kultureller Beobachtung steht. Trotz früherer Fortschritte hat das Gefühl, übergangen oder ignoriert zu werden, in der LGBTI*-Community wieder zugenommen. Die Veranstaltung sollte diesen Frust aufgreifen und gleichzeitig erörtern, wie queere Politik in der heutigen Zeit neuen Schwung gewinnen kann.

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Der taz Talk bot eine Plattform für einen offenen Austausch über queere Themen – mit direkter Einbindung der Öffentlichkeit. Lederers Essay und die breitere Debatte unterstrichen dabei die Notwendigkeit anhaltender politischer und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Während die Diskussionen weitergehen, machte die Veranstaltung deutlich, wie wichtig es ist, queere Stimmen in kulturellen und legislativen Prozessen weiterhin prominent zu verankern.

Quelle