06 June 2026, 14:26

Potsdam verbietet Smart Glasses in Freibädern zum Schutz der Privatsphäre

Berliner Bäder: Kein zusätzliches Verbot für Smartgläser geplant

Potsdam verbietet Smart Glasses in Freibädern zum Schutz der Privatsphäre

Potsdam hat ein Verbot für Smart Glasses in seinen Freibädern eingeführt. Die Maßnahme soll unerlaubte Aufnahmen von Besuchern – insbesondere junger Frauen – verhindern. Die Stadtverwaltung beschloss die neue Regelung nach Bedenken wegen Verletzungen der Privatsphäre.

Anlass für die Entscheidung waren Berichte über Männer, die mit Smart Glasses Frauen ohne deren Wissen filmten. Diese Aufnahmen wurden anschließend online verbreitet, was die Sorge vor verdeckter Überwachung verstärkte. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Potsdams Stadtrat brachte den Antrag ein, um das wachsende Problem zu bekämpfen.

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Das Verbot umfasst alle Geräte, mit denen Fotos oder Videos aufgenommen werden können – nicht nur Smart Glasses. Das Personal und die Rettungsschwimmer sollen die Einhaltung der Regel überwachen. Im Gegensatz zu Potsdam gab es in Berlins öffentlichen Bädern bisher keine Vorfälle mit Smart Glasses. Zwar ist das Fotografieren und Filmen in den Berliner Bädern bereits untersagt, doch eine explizite Regelung für Smart Glasses ist nicht geplant.

Potsdams neue Verordnung zielt auf heimliche Aufnahmen ab und stärkt den Schutz der Privatsphäre für Badegäste. Das Verbot tritt sofort in Kraft, und das Personal wird Verstöße überwachen. Berlin hingegen hält an seinen bestehenden Beschränkungen fest, wird aber keine spezifische Regelung für Smart Glasses einführen.

Quelle