07 June 2026, 00:31

Piers Morgan kritisiert SXSW London wegen Meinungsfreiheit und warnt vor KI-Deepfakes

Piers Morgan: KI ist so mächtig, dass eine Deepfake-Version von mir sogar meine eigene Mutter getäuscht hat - SXSW London

Piers Morgan kritisiert SXSW London wegen Meinungsfreiheit und warnt vor KI-Deepfakes

Piers Morgan hat sich kritisch zu SXSW London geäußert, nachdem die Veranstaltung es versäumt hatte, das Recht eines gesperrten Redners auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen. Der Moderator äußerte zudem Bedenken über die Verbreitung von KI-generierten Deepfake-Videos, die seine eigene Sendung imitieren.

Morgan zeigte sich „etwas enttäuscht“ von der Reaktion des Festivals auf die Kontroverse. Der Streit begann, als der politische Kommentator Cenk Uygur und sein Neffe Hasan Piker die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde. Das Innenministerium begründete dies damit, dass ihre Anwesenheit „dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich“ sei, und verhinderte so ihren geplanten Auftritt bei SXSW London. Die Veranstalter betonten später, ihre Aufgabe sei es, vielfältige Stimmen eine Plattform zu bieten, räumten jedoch ein, dass Einreiseentscheidungen in der Verantwortung der Regierung lägen.

Morgan kritisierte SXSW London dafür, den Einreisebann nicht entschlossener infrage gestellt zu haben. Er argumentierte, das Festival hätte Uygurs Rederecht verteidigen müssen – selbst wenn es dessen Ansichten nicht teile. Die Veranstalter reagierten mit der Bekräftigung ihres Engagements für offenen Dialog und bestätigten, sie unterstützten auch Morgans Recht, ihre Handhabung der Situation zu kritisieren.

Unabhängig davon zeigt sich der Moderator zunehmend verärgert über im Netz zirkulierende KI-generierte Clips. Viele dieser Deepfakes geben vor, ihn in wütenden Tiraden während seiner Sendung Uncensored zu zeigen – einige davon täuschten sogar seine eigene Mutter. Trotz des Aufkommens synthetischer Medien behauptet Morgan jedoch, er würde sich im Streit mit künstlicher Intelligenz nach wie vor selbst vertrauen.

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SXSW London betonte erneut, sein Fokus liege darauf, eine breite Palette an Rednern und Künstlern zusammenzubringen. Das britische Innenministerium behält unterdessen die alleinige Entscheidungsgewalt über Einreisen in das Land.

Morgans Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen um Meinungsfreiheit und den Einfluss von KI auf die öffentliche Debatte. Während das Festival an seiner Position festhält, bleibt die Entscheidung des Innenministeriums zu Uygur und Piker bestehen.

Die Kontroverse fällt in eine Zeit, in der Deepfake-Technologie die Grenze zwischen realen und fabrizierten Inhalten im Internet zunehmend verwischt.

Quelle