PGIM revolutioniert den deutschen Markt für Einfamilienhäuser mit neuem Konzept
Greta JockelPGIM revolutioniert den deutschen Markt für Einfamilienhäuser mit neuem Konzept
PGIM, eine Tochtergesellschaft des US-Versicherers Prudential Financial, steigt in den deutschen Markt für Einfamilienhäuser ein. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Wende in einem Segment, das bisher kaum von großen institutionellen Investoren bedient wurde. Das Unternehmen plant, sich auf Reihenhäuser in Pendlerregionen rund um die großen Städte zu konzentrieren.
Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der deutsche Immobilienmarkt an Schwung verliert und Bauträger ohne Vorverkäufe kaum noch Finanzierungen erhalten. PGIM will dieser Entwicklung entgegenwirken, indem es Vorverkäufe teilweise absichert – im Gegenzug für niedrigere Kaufpreise. Kern der Strategie ist der modulaire Bau, der die Errichtung beschleunigt und die Kosten senkt.
Die Entwicklungskosten für die Häuser beziffert PGIM auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Nach der Fertigstellung sollen die Immobilien jedoch nicht verkauft, sondern langfristig vermietet werden. Die monatlichen Mieten dürften zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen, was 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter entspricht.
Das Unternehmen sieht besonders in den Speckgürteln der Großstädte großes Potenzial, wo die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Familien weiterhin hoch ist. Als großvolumiger Investor will PGIM die Entwicklung in einem finanziell angespannten Markt stabilisieren.
Der Markteintritt von PGIM könnte den deutschen Einfamilienhaussektor nachhaltig verändern, indem institutionelle Investitionen in diesem Bereich etabliert werden. Der Fokus auf langfristige Vermietung und modulare Bauweise könnte die Druck auf Bauträger verringern und gleichzeitig das Wohnungsangebot erweitern. Zudem unterstreicht der Schritt die wachsende Rolle internationaler Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt.






