10 May 2026, 08:29

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant Beitragserhöhungen für Besserverdiener

Eine detaillierte Plakatillustration eines deutschen Krankenhauses mit Gebäuden, die Fenster, Türen und Balkone aufweisen, begleitet von Text, der seine Größe, Lage und Merkmale beschreibt.

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant Beitragserhöhungen für Besserverdiener

Deutschlands Pflegeversicherung steckt in einer tiefen Finanzkrise. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Pläne angekündigt, die Beiträge zu erhöhen und höhere Einkommen stärker zur Kasse zu bitten. Die Probleme des Systems führt sie auf jahrelange, unkontrollierte Leistungsausweitungen durch Vorgängerregierungen zurück.

Die soziale Pflegeversicherung gibt seit Jahren mehr aus, als sie einnimmt. Bis 2026 könnte das Defizit nach Schätzungen über 22 Milliarden Euro betragen. Warken betont, dass Reformen dringend nötig seien, um einen weiteren Anstieg der Beiträge zu verhindern.

Aktuell liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei einem Bruttomonatseinkommen von 5.812 Euro. Die Ministerin will diese Grenze anpassen, sodass Besserverdiener mehr zahlen. Eine Abschaffung der fünf bestehenden Pflegegrade – die erst in den letzten Jahren von drei auf fünf Stufen ausgeweitet wurden – lehnt sie jedoch ab.

Bis Mitte Mai will Warken Sparmaßnahmen und Reformvorschläge vorlegen. Ihr Ziel ist es, das System zu stabilisieren, ohne die Unterstützung für Bedürftige zu kürzen. Die Reformen sollen vor allem höhere Einkommen belasten, um die finanzielle Last der Pflegeversicherung zu verringern. Gleichzeitig sollen weitere Beitragserhöhungen vermieden und das aktuelle Leistungsniveau erhalten bleiben. Die finalen Details werden in den kommenden Wochen erwartet.

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