Osnabrück setzt auf Wohngeld Plus – wie Senioren jetzt leichter Unterstützung erhalten
Aurelia AumannOsnabrück setzt auf Wohngeld Plus – wie Senioren jetzt leichter Unterstützung erhalten
Die deutsche Bundesregierung hat eine umfassende Reform des Wohngelds auf den Weg gebracht, um einkommensschwachen Haushalten angesichts steigender Lebenshaltungskosten unter die Arme zu greifen. Unter dem Namen Wohngeld Plus wird die Reform die Zahl der Anspruchsberechtigten verdreifachen und die durchschnittliche monatliche Leistung auf 370 Euro verdoppeln. Die Stadt Osnabrück setzt nun Maßnahmen um, um sicherzustellen, dass insbesondere Senioren von der Unterstützung erfahren und sie auch in Anspruch nehmen.
Das Wohngeld ist eine staatliche Förderung, die Mietern und Eigentümern mit geringem Einkommen die Wohnkosten erleichtern soll. Durch die Reform werden künftig mehr Menschen anspruchsberechtigt sein, und die Leistungen fallen deutlich höher aus. Ziel ist es, allen Osnabrücker Bürgerinnen und Bürgern – vor allem denen über 60 Jahren – die Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Steigende Inflation, explodierende Lebensmittelpreise und hohe Energiekosten belasten einkommensschwache Haushalte zusätzlich. Dennoch beantragen über die Hälfte der berechtigten Senioren in Deutschland die Leistung nie. Viele wissen nichts von der Unterstützung, schämen sich, Hilfe zu beantragen, oder scheitern an den digitalen Antragsverfahren.
Um dem entgegenzuwirken, bietet das Osnabrücker Wohngeldamt nun telefonische Beratungen an, um Antragstellende durch den Prozess zu führen. Unterstützung gibt es auch von lokalen Initiativen wie der Erwerbslosen-Selbsthilfe Osnabrück (ASH), Caritas und Diakonie. Die Stadt hat zudem einen Flyer mit dem Titel „Wohngeld für Senioren“ erstellt, um ältere Bürgerinnen und Bürger zum Antrag zu motivieren.
Die Aufklärungskampagne endet damit nicht. Geplant ist, die Informationen direkt in die Stadtteile zu tragen – etwa durch die Verteilung von Material in Gemeinschaftszentren und bei lokalen Veranstaltungen.
Dank der Reform können nun mehr Menschen in Osnabrück finanzielle Hilfe bei den Wohnkosten erhalten. Mit höheren Leistungen und erweiterter Anspruchsberechtigung arbeitet die Stadt daran, dass niemand – und besonders keine Senioren – leer ausgeht. Telefonische Beratung, lokale Hilfsangebote und gezielte Stadtteilarbeit sollen den Zugang erleichtern und den Prozess transparenter gestalten.






