22 May 2026, 22:45

Ökonomin Malmendier kritisiert Deutschlands Krisenhilfen als ungenau und teuer

Former Economist Criticizes 'Scattergun' Approach to Relief Measures

Ökonomin Malmendier kritisiert Deutschlands Krisenhilfen als ungenau und teuer

Die ehemalige Wirtschaftsberaterin Ulrike Malmendier hat die jüngsten Krisenhilfen Deutschlands als unzureichend zielgerichtet und verschwendungsintensiv kritisiert. Ihrer Ansicht nach kommen pauschale Unterstützungszahlungen nicht bei denen an, die sie am dringendsten benötigen, während sie gleichzeitig die Steuerzahler unnötig belasten.

Malmendier wirft der Regierung vor, mit ihrem Vorgehen an Präzision zu mangeln. Statt flächendeckender Spritrabatte schlägt sie ein System vor, das die Hilfen auf die 20 Prozent der Bedürftigsten beschränkt. Dafür müssten Steuerdaten, Sozialleistungsunterlagen und Zahlungssysteme verknüpft werden, um sicherzustellen, dass die Entlastungen ausschließlich berechtigte Haushalte erreichen.

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Zudem verweist sie auf verpasste Chancen im Rahmen der Spritpreisbremse. Das Bundesfinanzministerium hätte bestehende Unterlagen – etwa Pendlerpauschalen oder Kfz-Steuerdaten – nutzen können, um die Unterstützung gezielt nach Einkommen und Bedarf zu staffeln. Eine bessere Zielgenauigkeit, betont sie, würde nicht nur Geld sparen, sondern auch künftige Steuererhöhungen vermeiden.

Bevor über eine umfassendere Umverteilung diskutiert wird, mahnt Malmendier, die dringende Reform der Rückforderungsregelungen bei Sozialleistungen an. Sie ist überzeugt, dass eine Reform der Arbeitsmarktgesetze und der Abbau von Bürokratie falsche Anreize für Leistungsbezieher verringern würden. Solche Änderungen, argumentiert sie, würden das Steuersystem nachhaltiger ins Gleichgewicht bringen.

Malmendiers Vorschläge zielen auf Effizienz und Gerechtigkeit ab. Durch eine präzisere Datennutzung und die Konzentration der Hilfen auf die am stärksten Betroffenen könnte Deutschland ihrer Meinung nach unnötige Ausgaben vermeiden. Gleichzeitig würden die Reformen langjährige Probleme im Sozialsystem angehen und die öffentlichen Finanzen entlasten.

Quelle