Niedersachsen will leere Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum verwandeln
Greta JockelNiedersachsen will leere Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum verwandeln
Niedersachsen geht gegen ungenutzte Einfamilienhäuser vor – mit einer neuen Initiative
Viele Immobilien, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren entstanden sind, stehen heute leer oder werden nur noch teilweise genutzt – bedingt durch veränderte Familienstrukturen und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Das Land hat nun ein dreijähriges Projekt gestartet, um diese Gebiete in nachhaltige Lebensräume umzuwandeln.
Die neue Initiative mit dem Namen „Perspektive EFH“ erhält eine Landesförderung in Höhe von 160.000 Euro. Unter der Leitung des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. soll sie Kommunen dabei unterstützen, Wohnstrategien zu entwickeln und lokale Netzwerke zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Umnutzung älterer Einfamilienhäuser, um die Wohnungsnot zu lindern.
Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Erstellung von Leitfäden, die Durchführung von Workshops sowie der Aufbau eines landesweiten Beratungsnetzwerks. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, das Projekt sei ein Vorbild für nachhaltiges städtisches Wachstum. Durch die Schließung von Lücken in bestehenden Wohnvierteln soll mehr Wohnraum geschaffen werden – ohne dass neue Flächen versiegelt werden müssen.
Ein eigens eingerichtetes Beratungszentrum wird die Aktivitäten in ganz Niedersachsen koordinieren. Ziel ist es, ungenutzte Immobilien in gemeinwohlorientierten Wohnraum umzuwandeln und dabei den Charakter der Nachbarschaften zu bewahren.
Das Projekt läuft bis 2027 und verfügt über ein Budget von 160.000 Euro für die Umsetzung. Kommunen erhalten damit Instrumente an die Hand, um Einfamilienhausgebiete an moderne Bedürfnisse anzupassen. Bei Erfolg könnte der Ansatz auch anderen Regionen mit ähnlichen Wohnungsmarktproblemen als Modell dienen.






