08 May 2026, 04:33

Migrationsforscher Knaus kritisiert deutsche Grenzabweisungen als wirkungslose Symbolpolitik

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Migrationsforscher Knaus kritisiert deutsche Grenzabweisungen als wirkungslose Symbolpolitik

Der Migrationsforscher Gerald Knaus hat sich gegen die deutsche Praxis der Zurückweisungen an den Binnengrenzen ausgesprochen. Die umstrittene Maßnahme, die sich vor allem gegen Asylsuchende richtet, steht wegen rechtlicher und praktischer Mängel in der Kritik. Knaus argumentiert, dass die Politik gegen EU-Recht verstoße und gleichzeitig kaum spürbare Ergebnisse bringe.

Die Zurückweisungspraxis war ursprünglich 2015 von der rechtspopulistischen AfD vorgeschlagen worden. Seit Mai 2025 setzt die deutsche Regierung den Fokus auf die Umsetzung dieser Maßnahmen an den Grenzen zu Österreich, Polen und der Schweiz. Knaus bezeichnet dies als symbolische Politik, die die eigentlichen Migrationsherausforderungen kaum wirksam angehe.

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Historisch gesehen hatten 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge, die in der EU Schutz erhielten, ihr neues Zuhause in Deutschland oder Österreich gefunden. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch einen deutlichen Rückgang der Asylanträge in Deutschland im Vergleich zu 2024. Knaus führt diesen Rückgang vor allem auf Veränderungen in Syrien zurück – und weniger auf die Zurückweisungspraxis selbst.

Trotz der Bemühungen der Regierung bleibt der praktische Effekt der Maßnahme gering. Knaus betont ihre mangelnde Nachhaltigkeit und stellt infrage, ob der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zu den bescheidenen Ergebnissen stehe.

Besonders deutlich wird der Rückgang syrischer Flüchtlinge derzeit in Deutschland und Österreich. Knaus’ Kritik unterstreicht die Spannung zwischen politischen Symbolhandlungen und pragmatischen Lösungen in der Migrationspolitik. Die Debatte über die Rechtmäßigkeit und Wirksamkeit der Praxis dürfte damit weiter anhalten.

Quelle