Metall- und Elektroindustrie kämpft mit drastischem Auftrags- und Stellenabbau im April
Theo SchlosserMetall- und Elektroindustrie kämpft mit drastischem Auftrags- und Stellenabbau im April
Deutschlands Metall- und Elektroindustrie durchlebt weiteren schwierigen Monat im April
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie verzeichnete im April erneut einen Rückgang: Sowohl die Auftragseingänge als auch die Produktion sanken, während Beschäftigung und Kapazitätsauslastung weiter nachgaben.
Die Bestellungen im Sektor gingen im April im Vergleich zum Vormonat um 5,4 % zurück. Über die drei Monate bis April lagen die Aufträge um 3,1 % unter denen des Vorquartals. Der Rückgang fiel damit stärker aus als erwartet; zudem wurden die März-Zahlen nachträglich nach unten korrigiert.
Die Produktion in der Metall- und Elektrobranche verringerte sich im April um 2,0 % gegenüber dem vorherigen Dreimonatszeitraum. Im Vergleich zu April 2025 lag die Ausbringung um 2,7 % niedriger. Aktuell liegt das Produktionsniveau noch immer 15 % unter dem Stand von 2018.
Die Beschäftigung im Sektor brach im April drastisch ein: Die Branche verlor saisonbereinigt 15.600 Arbeitsplätze – den stärksten monatlichen Rückgang seit Juli 2020. Die Gesamtzahl der Beschäftigten beläuft sich nun auf 3,746 Millionen, wobei seit 2019 über 300.000 Stellen abgebaut wurden. Die Kapazitätsauslastung lag bei 79 % und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85 %.
Die Krise der Branche spiegelt sich auch in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wider: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland stieg im Mai 2025 auf 1.518 – ein Anstieg um 57 % im Vergleich zum Mai-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die staatlichen Förderprogramme konnten den Abwärtstrend bei Aufträgen und Produktion bisher nicht umkehren.






