23 June 2026, 20:22

Messerangriff in Göttingen löst Protestwelle und politische Debatten aus

Linke macht CDU für Vorfall verantwortlich - aber es war wohl Notwehr

Messerangriff in Göttingen löst Protestwelle und politische Debatten aus

Schwerverletzter nach Messerangriff in Göttingen – politische Debatten und Proteste

Ein 23-jähriger Mann wurde bei einem Messerangriff in Göttingen schwer verletzt. Der Vorfall hat in der Stadt öffentliche Reaktionen und eine politische Debatte ausgelöst.

Der Angriff ereignete sich kürzlich und hinterließ das Opfer in einem stabilen, aber ernsthaften Zustand. Die Polizei ging zunächst von einem möglicherweise politisch motivierten Verbrechen aus. Das Opfer, dem zufolge es Verbindungen zu linksextremen Kreisen geben soll, kann aufgrund seiner Verletzungen derzeit keine Aussage machen.

Ein 17-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen, später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft begründete dies mit fehlenden hinreichenden Beweisen für einen Haftbefehl. Zudem deutete sie an, der Jugendliche könnte aus Notwehr gehandelt haben. In Online-Foren wurde der Teenager unterdessen von unbekannten Personen der rechtsextremen Szene zugeordnet.

Die Tat löste öffentliche Proteste aus. Rund 600 Menschen demonstrierten am Sonntagabend gegen rechtsextreme Gewalt. Eine weitere Kundgebung mit etwa 700 Teilnehmenden fand am Montag unter dem Motto gegen faschistische Gewalt statt. Der linke Politiker Ferat Koçak (Die Linke) kritisierte die CDU und warf ihr vor, mit ihrer Politik rechtsextremen Gruppen in die Hände zu spielen.

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Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden die Möglichkeit von Notwehr prüfen. Aufgrund des Gesundheitszustands des Opfers sind vorerst keine weiteren Aussagen möglich. Die Proteste in Göttingen zeigen eine deutliche öffentliche Ablehnung rechtsextremer Gewalt.

Quelle