29 June 2026, 10:28

Massenrücktritt bei Mittelstandsunion: Hofs Vorstand verlässt frustriert die Organisation

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Landkreis tritt zurück

Massenrücktritt bei Mittelstandsunion: Hofs Vorstand verlässt frustriert die Organisation

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion (SME Union) im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Der Schritt spiegelt tiefe Unzufriedenheit unter den lokalen Wirtschaftsführern mit der Ausrichtung und den Politiken der Organisation wider.

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Die Vorstandsmitglieder Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann sowie Sascha Rödel legten ihre Ämter nieder und verließen die Mittelstandsunion vollständig. Als Gründe nannten sie Frustration über die Rentenpolitik, übermäßige Bürokratie und explodierende Energiekosten.

Ihre Kritik beschränkte sich jedoch nicht auf lokale Missstände. Sie sahen die Probleme auch auf regionaler und Landesebene der Mittelstandsunion, wo demokratische Prozesse an Glaubwürdigkeit verloren hätten. Entscheidungen wirkten vorentschieden, und die Interessen kleiner und mittlerer Unternehmen würden häufig ignoriert.

Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsunion in Oberfranken und Leiter des Hof-Kreisverbandes, zog nach. Er trat sowohl aus der Organisation als auch aus der CSU aus und warf der Partei vor, sich zunehmend von ihren Mitgliedern und dem Mittelstand zu entfernen.

Unternehmer in der Region fühlen sich von der Mittelstandsunion nicht mehr vertreten. Der Massenrücktritt unterstreicht eine grundlegende Entfremdung zwischen der Organisation und ihrer Basis. Der Rückzug des Vorstands hinterlässt den Ortsverband führungslos und wirft Fragen zur Zukunft der Mittelstandsunion in Bayern auf.

Quelle