19 June 2026, 14:27

Marzahn Pride 2024: Queerer Protest trotz rechtsextremer Bedrohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: Queerer Protest trotz rechtsextremer Bedrohungen

Marzahn Pride findet diesen Samstag statt – der Umzug beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung rückt die Herausforderungen queerer Geflüchteter und Migrant:innen im Bezirk in den Fokus. Vorangegangen war eine Woche mit kulturellen Aktivitäten, darunter Filmvorführungen, Diskussionsrunden und Plakatkampagnen.

Eröffnet wird der Umzug mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten des Bezirks, sowie Gordon Lemm. Im Anschluss an die Demonstration startet um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Attraktionen.

2022 war der Marzahn Pride mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Zwar gibt es 2024 bisher keine Hinweise auf organisierten Widerstand, doch Krah mahnt zur Vorsicht. Die Berliner Registerstelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnet eine Zunahme körperlicher Angriffe und rechtsextremer Propaganda in Marzahn.

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Bundesweit wurden im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert. Quarteera e.V., der ausrichtende Verein, setzt sich insbesondere für queere Communities aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein.

Trotz der anhaltenden Besorgnis über rechtsextreme Aktivitäten in der Region wird der Marzahn Pride wie geplant mit Umzug und Fest stattfinden. Die Veranstaltung will auf Diskriminierung aufmerksam machen und gleichzeitig Sichtbarkeit und Solidarität stärken. Organisator:innen und lokale Verantwortliche bleiben wachsam.

Quelle