Lufthansa unterbreitet neuen Rentenkompromiss – Ende des Pilotenstreits in Sicht?
Theo SchlosserLufthansa schlägt neues Pilotenteilzeitdeal vor - Lufthansa unterbreitet neuen Rentenkompromiss – Ende des Pilotenstreits in Sicht?
Lufthansa legt neuen Rentenkompromiss vor, um Pilotenstreit beizulegen
Die Lufthansa hat einen neuen Vorschlag für die Altersvorsorge vorgelegt, um den seit Langem schwelenden Konflikt mit ihren Piloten zu beenden. Das Angebot folgt auf wochenlange Streiks, die zu Hunderten ausgefallener Flüge geführt hatten. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) prüft den Plan nun.
Im Mittelpunkt des Streits steht Lufthansas Vorhaben, die bisherige Überbrückungsrente für Piloten abzuschaffen, die vor dem regulären Rentenalter ausscheiden. Die Airline argumentiert, dass das aktuelle System zu ungenutzten Leistungen für jene führt, die bis 65 weiterfliegen. Stattdessen schlägt sie vor, die Mittel für die Überbrückungszahlungen in die betriebliche Altersvorsorge umzuleiten – was die Auszahlungen um bis zu 50 Prozent erhöhen könnte. Piloten, die kurz vor dem Anspruch auf die Überbrückungsrente stehen, sollen sie auch unter den neuen Bedingungen noch erhalten.
Die VC hat bereits zwei Streikwellen wegen des Rentenstreits organisiert. Die Ausstände der vergangenen Woche zwangen die Airline, Hunderte Flüge zu streichen, was zu massiven Behinderungen führte. Lufthansa verweist darauf, dass andere Airlines wie KLM und British Airways ohne gesonderte Frühverrentungsregelungen auskommen. Solche integrierten Systeme seien mittlerweile Branchenstandard, so das Unternehmen.
Die Gewerkschaft wird das aktuelle Angebot nun in ihrem Verhandlungsgremium bewerten. Eine sofortige Stellungnahme, ob der Vorschlag den Konflikt beenden wird, gab es bisher nicht.
Die weiteren Schritte hängen von der Entscheidung der VC ab, nachdem sie den Lufthansa-Plan geprüft hat. Bei einer Annahme würde das Rentenmodell der Airline an das ihrer europäischen Konkurrenten angeglichen. Bis dahin bleiben weitere Streiks möglich.






