Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
Bodo ZimmerSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
Politische Stimmung in Rheinland-Pfalz heizt sich vor der Landtagswahl auf
Die SPD, die seit 1991 an der Macht ist, liegt in den aktuellen Umfragen Kopf an Kopf mit der CDU. Spitzenkandidat Alexander Schweitzer gibt sich zwar zuversichtlich, schließt eine große Koalition im Notfall aber nicht aus.
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert die SPD in Rheinland-Pfalz. Rudolf Scharping übernahm 1991 das Amt und bildete eine Koalition mit der FDP. Kurt Beck folgte ihm und führte von 2001 bis 2013 eine große Koalition mit der CDU an. Seit 2013 steht Malu Dreyer an der Spitze des Landes – zunächst mit Grünen und FDP, später allein mit den Grünen.
Schweitzer, nun Spitzenkandidat der SPD, genießt die Unterstützung seiner Vorgänger. Scharping, Beck und Dreyer sprachen ihm kürzlich bei einer Veranstaltung in Landau öffentlich ihr Vertrauen aus. Er betont seine Führungserfahrung und verweist sogar auf seine Kindheit auf einem Binnenschiff, um seine Widerstandsfähigkeit zu unterstreichen.
Aktuelle Umfragen sehen die CDU leicht vorn, doch Schweitzer bleibt optimistisch. Zwar räumt er ein, dass Koalitionen nötig sein könnten, doch er unterscheidet klar zwischen der Führung einer Regierung und der Rolle als Juniorpartner. Eine Beteiligung an einem von der CDU geführten Kabinett hat er bereits ausgeschlossen, falls die Opposition gewinnt.
Die Wahl wird entscheiden, ob die SPD ihre jahrzehntelange Vorherrschaft verlängern kann. Schweitzers Haltung zu Koalitionen lässt zwar Verhandlungsspielraum, doch seine Weigerung, unter einer CDU-geführten Regierung zu dienen, setzt klare Grenzen. Das Ergebnis wird die politische Ausrichtung Rheinland-Pfalz' für die kommenden Jahre prägen.






